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Daniel Bilaniuk · 05.04.2020

Von Hundert auf Null

Tennis: Trainer Viktor Kuljkin aus Sindelfingen hat während der Corona-Krise deutlich mehr Freizeit als ihm lieb ist

Statt auf den Tennisplätzen der Region zu stehen führt Trainer Viktor Kuljkin derzeit für ein bisschen Bewegung dreimal am Tag seinen Hund Louis Gassi. Bild: Bilaniuk

Normalerweise steht Viktor Kuljkin fast täglich auf den Tennisplätzen der Region. Doch im Zuge der Corona-Pandemie kann der Trainer aus Sindelfingen seinem Beruf nicht wie gewohnt nachkommen. Sämtliche Tennishallen sind derzeit gesperrt.

Ein Leben ohne Tennis kann sich Viktor Kuljkin eigentlich nicht vorstellen. Doch genau durch dieses Szenario muss er derzeit durch. Einfach ist das nicht, gibt Kuljkin unumwunden zu. „Alle Tennishallen sind wegen des Corona-Virus zu. Ich kann meinem Beruf als Trainer derzeit nicht mehr nachkommen. Das ist schrecklich“, macht der 57-jährige gebürtige Serbe deutlich.


Neben seinem Hauptengagement als Cheftrainer des TC Weilheim, das er seit 2018 innehat, steht Kuljkin zudem normalerweise auch auf vielen Anlagen im Kreis Böblingen auf dem Platz. „Zu den Sindelfinger Plätzen kann ich von meinem Wohnort in der Vorderen Halde sogar hinüberlaufen“, berichtet er. Doch derzeit muss er das nicht, sämtliche Trainingseinheiten sind abgesagt. „Das bedeutet für mich, dass ich momentan keinerlei Einnahmen habe“, sagt Viktor Kuljkin und bezeichnet die Maßnahmen von Bund und Land zur Eindämmung des Corona-Virus als „durchaus drastisch“.


Wann genau der ehemalige serbische Erstliga-Profi, der bis Mitte vierzig auch viele Jahre für die Aktiven-Mannschaft des VfL Sindelfingen auf Punktejagd ging, sein Wissen zu Technik und Co. wieder an seine Schützlingen bringen darf, lässt sich derzeit noch schwer abschätzen. Deshalb ist Viktor Kuljkin froh, dass er in den letzten Wochen eine gute Bewegungsalternative zum Tennissport gefunden hat. „Ich bin jetzt drei Mal am Tag mit unserem Hund Louis draußen an der frischen Luft. Das hält mich fit und sorgt zudem auch für einen gewissen Rhythmus im Tagesablauf“, erzählt er.


Ganz ersetzen kann der Gassi-Gang das gewohnte Leben auf den Hallen- und Sandplätzen der Region dann aber doch nicht. „Tennis ist seit Jahrzehnten ein großer Teil meines Lebens. Ich bin als Trainer jetzt seit 25 Jahren gut gebucht. Das ist manchmal anstrengend, aber ich kenne es nicht mehr anders“, stellt Viktor Kuljkin klar und hofft, dass das tennislose Dasein in absehbarer Zeit ein Ende haben wird.


Der komplette Artikel steht am Montag in der SZ/BZ und unter www.szbz.de