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Von Chefredakteur Jürgen Haar · 17.06.2013

SPD trauert um Doris Odendahl

Kreis Böblingen: Doris Odendahl ist tot / 16 Jahre im Bundestag

Traurige Nachricht für die Sozialdemokraten im Kreis Böblingen am Samstag vor der Kreiskonferenz in Maichingen: Doris Odendahl, die langjährige Kreisvorsitzende und SPD-Bundestagsabgeordnete, ist kurz vor ihrem 80. Geburtstag gestorben.

Mit Doris Odendahl verliert die SPD im Kreis eine ihrer herausragenden Persönlichkeiten. Von 1983 bis 1998 gehörte sie dem Deutschen Bundestag an und führte zwei Jahre den Ausschuss für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie. In der SPD-Fraktion gehörte sie dem Vorstand an und war bildungspolitische Sprecherin. Die gebürtige Stuttgarterin gehörte zu den Verfechtern der Bonner Republik und stimmte im Juni 1991 für Bonn als Hauptstadt und gegen Berlin.

Doris Odendahl (Bild: Stampe) machte sich nicht nur im Bundestag für den Kreis Böblingen stark, auch in der Landespolitik hatte ihr Wort Gewicht. Viele Jahre gehörte sie dem SPD-Landesvorstand an. Von 1981 bis 1989 führte sie den SPD-Kreisverband. Zwischen 1971 und 1983 gehörte sie zunächst dem Böblinger und später dem Sindelfinger Gemeinderat an. „Da habe ich Politik von der Pike auf gelernt“, sagte sie.

Nach dem Ausscheiden aus dem Bundestag und zu ihrem 65. Geburtstag schrieb der damalige Bundespräsident Johannes Rau: „Du hast in Jahrzehnten außerordentlich intensiver Arbeit und in ganz wichtigen Ämtern und Funktionen viel Beachtliches geschaffen – für Deine Heimatstadt, für Baden-Württemberg und für ganz Deutschland. Deine Fachkenntnis und Dein Engagement haben Dir zu Recht über Parteigrenzen hinweg den verdienten Respekt eingebracht.“