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Von unserem Mitarbeiter Roland Eitel · 20.06.2018

So viel Sindelfingen steckt in der WM

Aus den ehemaligen Spielern beim Junior Cup im Glaspalast könnte man eine schlagkräftige WM-Auswahl samt Coach und TV-Experten basteln

Strategen mit Junior Cup-Vergangenheit: Der Mittelfeld-Motor der deutschen Nationalmannschaft lief gegen Mexiko noch nicht rund, bei Sami Khedira (links) und Mesut Özil ist noch Luft nach oben. Dabei haben die beiden Weltmeister von 2014 schon oft genug bewiesen, dass sie ein Spiel ankurbeln können. Bild: GES/Thomas Eisenhuth

Das Interesse an der Fußball-Weltmeisterschaft ist ungebrochen: Fast 26 Millionen sahen am vergangenen Samstag das erste Spiel der deutschen Mannschaft gegen Mexiko am Fernsehen – den absoluten Welt-Rekord gab es hingegen in Island: Bei 99,6 Prozent aller eingeschalteten Fernsehgeräte lief am Sonntag das Spiel Island gegen Argentinien.

Island? Die aufstrebende Fußball-Nation war noch im Januar erstmals beim 28. Mercedes-Benz Junior Cup im Glaspalast mit ihrer Top-Mannschaft Vikingur Reykjavik vertreten.

Natürlich ist noch kein Spieler dieser U19-Mannschaft vom Januar im Kader der Isländer. Aber insgesamt würde es unter den derzeitigen WM-Teilnehmern, die im Mittelpunkt der Welt-Öffentlichkeit stehen, eine starke Elf von ehemaligen Junior Cup-Spielern geben, die sogar Titelchancen hätte. Auch, wenn sie etwas torwartlastig ist ...

Insgesamt nehmen derzeit 11 ehemalige Junior Cup-Teilnehmer als Spieler bei der WM teil – drei sind in anderer Funktion bei diesen Titelkämpfen im Einsatz. Am meisten spielen natürlich in der deutschen Mannschaft: Fast ein Drittel der 23 Spieler und auch ein Drittel der Trainer haben in Sindelfingen gespielt und dort teilweise ihre erste große internationale Erfahrung gesammelt.

 

1. Mesut Özil (2006 mit Schalke 04, 90 Länderspiele, Weltmeister)

2. Manuel Neuer (2003 mit Schalke 04, 77 Länderspiele, Weltmeister)

3. Sami Khedira (2005 mit dem VfB, 76 Länderspiele, Weltmeister)

4. Mario Gomez (2004 mit dem VfB, 76 Länderspiele)

5. Joshua Kimmich (2013 mit dem VfB, 30 Länderspiele)

6. Sebastian Rudy (2008 mit dem VfB, 25 Länderspiele)

7. Kevin Trapp (2007 mit 1. FC Kaiserslautern, 3 Länderspiele)

 

Für die Nationalmannschaft des Iran ist ein Spieler dabei, der wie Manuel Neuer vor 15 Jahren im Glaspalast gespielt hat:

8. Ashkan Dejagah (2003 mit Hertha BSC, 39 Länderspiele Iran)

Die Nummer neun, wie es sich für einen Stürmer gehört, hat bei unserer Rangliste ein Engländer:

 

9. Marcus Rashford (2015 mit Manchester United, 19 Länderspiele für England)

Der zehnte Spieler unter den ehemaligen Junior Cup-Teilnehmern ist mal wieder ein Torwart, der aber einen besonderen Rekord hält. Der Torhüter Nummer eins der Schweiz, der in Russland vom FC Liverpool beobachtet wird, hat sage und schreibe drei Mal in Sindelfingen gespielt:

 

10. Yann Sommer (2005, 2006, 2007 mit dem FC Basel, 35 Länderspiele für die Schweiz)

 

Der elfte Spieler der aktiv bei der WM teilnimmt, ist derzeit beim AS Monaco unter Vertrag und Nationalspieler des Senegal

 

11. Diego Baldo Keita (2013 mit Lazio Rom, 16 Länderspiele für Senegal)

 

Diese elf Spieler haben zusammen 486 Länderspiele – Tendenz steigend, da die meisten Spieler während der Weltmeisterschaft zum Stammpersonal gehören und die Anzahl der Länderspiele in die Höhe schrauben werden.

 

Hinzu kommt der Co-Trainer der deutschen Nationalmannschaft, der bei der ersten Auflage des Junior Cup gespielt hat:

 

12. Thomas Schneider (1991 mit dem VfB)

 

Falls es mit diesem Team knapp werden würde, könnte sich Thomas Schneider beim Personal des Fernsehens bedienen.

Wir hätten da noch einen ARD-Experten, der topfit ist und in den Sturm könnte:

 

13. Kevin Kuranyi (2001 mit dem VfB, 52 Länderspiele)

 

Und als Allzweckwaffe einen ZDF-Experten:

14. Christoph Kramer (2010 mit Bayer Leverkusen, 12 Länderspiele, Weltmeister)

 

Die Einschaltquoten zeigen, dass die Popularität des Fußballs ungebrochen ist. Alfred Finnbogason, Mittelstürmer der isländischen Mannschaft, sagte, als er auf die 99,6 Prozent Einschaltquote in seiner Heimat hingewiesen wurde: „Der Rest war im Stadion ...“

 

 

Roland Eitel gilt als einer der erfahrensten Berater im deutschen Profifußball. Zu seinen Schützlingen gehören und gehörten unter anderem Jogi Löw, Jürgen Klinsmann oder auch Mesut Özil. Beim Junior Cup im Sindelfinger Glaspalast kümmert er sich unter anderem um die Pressearbeit.