Nachrichten
Bilder
Videos
Abo-Service und Anzeigen
Themen und Portale

Job

Termine und Veranstaltungen
Über uns






Von Marc Schieferecke · 13.02.2019

Sindelfingen: Tödlicher Streit unter Nachbarinnen

Bild: Archiv/SDMG/Dettenmeyer

"Feuerwehr findet 81-Jährige tot in ihrer Wohnung" lautete die Schlagzeile in der SZ/BZ am 29. Juni 2018. Nach und nach wurde bekannt: Die Frau wurde mit einem Messer erstochen - von einer Nachbarin, so die Polizei. Die festgenommene Tatverdächtige steht nun vor dem Landgericht Stuttgart.

Der Staatsanwalt Matthias Schweitzer verliest Details der Obduktion: Das Messer hatte das Gesicht des Opfers mehrfach durchtrennt. Es durchstieß auch die Zunge. "Das Opfer hat sich noch gewehrt", sagt Schweitzer, aber Abwehrversuche scheiterten schon am Alter der Frau, die hilflos am Boden lag. Sie starb mit 81 Jahren. Die tödlichen Stiche drangen viermal in den Hals ein, siebenmal in den Brustkorb. Die Frau verblutete an ihrer Haustür.
Lärm in der Nachbarwohnung

Die Angeklagte sei wohl wegen Lärms in der Nachbarwohnung erbost gewesen. So steht es in der Anklageschrift. Im Hausflur habe ein Streit begonnen. Von den Stichwunden abgesehen, hatte die 81-Jährige Blutergüsse am Kopf und an den Schultern. Ihre Nase war gebrochen. Nach Überzeugung des Staatsanwalts stammen die Verletzungen von Schlägen mit einem Laptop. Erst habe die Angeklagte ihr Opfer zu Boden geprügelt, danach das Messer geholt.

Zur Tat verweigert die Angeklagte jede Aussage. Auch ihre Anwälte wollen über ihre Sicht auf das Geschehen keine Auskunft geben. Über ihren Lebenslauf spricht die Frau hingegen ausführlich. Aufgewachsen sei sie im Iran als älteste von fünf Schwestern.

Der gesamt Artikel steht am Donnerstag in der SZ/BZ und auf www.szbz.de

Besuchen Sie uns auch auf facebook



Im Juni 2018 fanden Sindelfinger Feuerwehrleute eine tote FRau in einer Wohnung in der Friedrich-Ebert-Straße. Bild: SDMG/Dettenmeyer