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Von unserem Mitarbeiter Frank Dettenmeyer · 19.02.2018

„Ohne Kameradschaft gibt es so ein Fest nicht“

Magstadt: Der 8 Meter hohe Stapel aus Baumstämmen und alten Weihnachtsbäumen brennt in der Nacht von Samstag auf Sonntag lichterloh

Ausgerechnet beim 10. Magstadter Funkenfeuer klappte es mit der Vertreibung des Winters nicht so richtig. Der Holzstapel brannte zwar wie in den Vorjahren lichterloh, doch der Winter hielt dagegen.

Zu 10. Mal veranstaltete die Feuerwehr Magstadt am Wochenende ihr traditionelles Funkenfeuer. Diesmal begann es bereits am Freitagabend mit einem winterlichen Rockkonzert mit der Band „Mallet“. Am Samstagabend wurde dann das Funkenfeuer entzündet mit anschließender Party im eigens dafür aufgebauten Zelt.

Die Arbeiten für das Fest begannen bereits am Freitag in der Früh mit dem Zeltaufbau. Hier wurde jede helfende Hand benötigt. Jürgen Stäbler, Kommandant der Feuerwehr Magstadt: „Ohne Kameradschaft ist so ein Fest nicht zu stemmen. Auf den Zusammenhalt und das Engagement der Wehr bin ich sehr stolz.“

Am Samstagmorgen ging es dann daran, den rund 8 Meter hohen Holzstapel aufzubauen und mit Christbäumen, die aus der Christbaum-Sammelaktion stammen, auszufüllen. Ganz oben drauf wurde dann noch die Hexe gesetzt, eine Strohpuppe, die von den Frauen der Feuerwehrmänner angefertigt worden war.

Kurz vor Einbruch der Dunkelheit ging es dann zusammen mit Guggenmusik der Hochdorfer Fleggafetzer vom Gerätehaus zum Funkenfeuer. Rund 150 Besucher nahmen mit Fackeln an dem Umzug trotz des schlechten Wetters teil. Auf dem freien Feld angekommen, richtete Jürgen Stäbler noch einige Worte an das Publikum, ehe das Funkenfeuer entzündet wurde.

Wie kam Magstadt eigentlich zu einem Funkenfeuer? Kommandant Jürgen Stäbler, damals noch nicht Kommandant, war als Fahrer seines Busunternehmen auf einer Tour im Vorarlberg. Dort entdeckte er die Tradition des Funkenfeuers. Diese besagt, dass am ersten Wochenende nach der Fasnet mit dem Feuer der Winter vertrieben werden soll.

Jürgen Stäbler wollte diese Tradition in Magstadt aufleben lassen. Als er dann kurze Zeit später Kommandant der Wehr wurde, begann er mit den Planungen und Genehmigungsanfragen beim Landratsamt. Diese erwiesen sich als schwerer als gedacht. Aus Strohhalmen bastelte er sich ein Modell, wie der Feuerstapel aussehen soll. Er kann sich noch erinnern, dass beim ersten Mal die Genehmigung erst drei Wochen vor dem Termin erteilt wurde. Die erste Ausgabe wurde dennoch ein voller Erfolg, rund 2500 Besucher kamen zum ersten Funkenfeuer.

Auch am Wochenende kamen trotz des schlechten Wetters an beiden Tagen rund 1500 Besucher zum Magstadter Funkenfeuer.

Der Holzstapel kurz bevor die Magstadter Feuerwehr das Funkenfeuer entzündet. Der Winter wehrte sich mit Schneegestöber gegen seine Austreibung. Bild: SDMG/Dettenmeyer