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Von unserem Redaktionsmitglied Daniel Krauter · 07.01.2013

Mario Gomez ist das Vorbild

Fabian Eisele ist erfolgreichster Torschütze beim Junior Cup

Für sein Ziel Bundesliga-Profi muss Fabian Eisele auf manches verzichten. Am Wochenende Party zu machen, wie es die meisten Jugendlichen in seinem Alter tun, kommt für den 17-Jährigen nicht in Frage: „Ich habe mich für diesen Weg entschieden. Daher verzichte ich gerne darauf Alkohol zu trinken oder die Nacht zum Tage zu machen. Mein Körper ist mein Kapital“, sagt Fabian Eisele. Bei sieben Trainingseinheiten in der Woche brauchen die müden Knochen schließlich genügend Regeneration.

Der sportliche Ehrgeiz des Modellathleten scheint sich auszuzahlen. In der Junioren-Bundesliga Süd/Südwest netzte er in 13 Spielen bereits sechs Mal ein. Auch beim Junior Cup im Glaspalast lief es wie am Schnürchen. Mit sieben Treffern sicherte sich Fabian Eisele die Torjägerkrone. Oliver Forster, Kommentator von Sport1 lobte die Fähigkeiten Eiseles bei der Live-Übertragung im Fernsehen in höchsten Tönen. „Das freut einen natürlich. Es steht aber der Teamerfolg im Mittelpunkt. Wir verstehen uns in der Truppe sehr gut. Da macht keiner sein eigenes Ding“, sagt Fabian Eisele.

Bereits als Jugendspieler beim TSV Münchingen hatte Eisele das Ziel einmal beim schwäbischen Aushängeschild zu landen: „Ich war schon immer VfB-Fan. Dass ich jetzt bei meinem Verein spiele, ist natürlich ein Traum.“ Über den Umweg Stuttgarter Kickers kam Eisele als 15-Jähriger in die U16 des VfB.

„Als nächsten Schritt möchte ich es in den Drittliga-Kader schaffen. Mein Traum ist es, Profi beim VfB zu werden und in der Mercedes-Benz Arena aufzulaufen. Dieses Ziel werde ich nicht aus den Augen verlieren“, hat Fabian Eisele klare Vorstellungen, wo sein Weg einmal hinführen soll. Als sein Vorbild bezeichnet Eisele den ehemaligen VfB-Stürmer Mario Gomez. Über seine eigenen Stärken und Schwächen ist sich Eisele bewusst. „Mein linker Fuß ist nicht gerade meine Stärke. Ansonsten bin ich eigentlich recht zufrieden, auch wenn man sich immer verbessern kann.“

Verletzungen dürfen nicht in die Quere kommen, um das große Ziel zu erreichen. „Bisher wurde ich zum Glück von schweren Verletzungen verschont. Ich hoffe, dass dies auch in Zukunft so ist“, so Eisele. Da trifft es sich gut, dass Eisele nicht nur auf die Karte Profifußball setzt. Sein Abitur baut der Münchinger in diesem Jahr am Wirtemberg-Gymnasium in Stuttgart.

Um 6 Uhr morgens beginnt der Tag für Fabian Eisele. Dann setzt er sich in Münchingen in den Zug und fährt eine dreiviertel Stunde nach Stuttgart ans Gymnasium. Nach dem Schulunterricht geht es am Nachmittag zum VfB-Clubgelände ins Training. Bei drei wöchentlichen Einheiten am Vormittag ist Eisele vom Schulunterricht befreit. „Ich hole den Stoff nach. Das funktioniert sehr gut und ich habe zum Glück keine Probleme in der Schule“, sagt Fabian Eisele. Abends um 21.30 Uhr kommt Eisele dann wieder in seinem Elternhaus in Münchingen an. „Für mich ist das kein Stress. Mir macht es ja Spaß und ich weiß, wofür ich das tue“, so Fabian Eisele.

Sieben Treffer beim Junior Cup: VfB-Stürmer Fabian Eisele machte im Glaspalast nachhaltig auf sich aufmerksam. Bilder: Photo 5