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Von unserem Mitarbeiter Heinz Richter · 03.02.2011

Liebe zu einem besonderen Auto

Ostelsheim: Der Käfer-Club 86 hat im Vereinshaus sein 25-jähriges Bestehen gefeiert

"Unsere zweite Heimat war der Schrottplatz", erinnert sich der Vorsitzende Joachim Kopp an die Anfangsjahre des Käfer-Clubs Ostelsheim 86, der sein 25-jähriges Jubiläum feierte. "Ein ganz kleiner Verein, der das gewisse Etwas hat", lobt Bürgermeister Jürgen Fuchs.

 

Kaum hatte der Ostelsheimer Holger Tewes mit 18 seinen Führerschein, kaufte er sich einen VW-Käfer. Im Januar 1986 war sein geliebter Käfer nach einem Crash lädiert und der junge Mann wollte selbst reparieren.

 

Zwei Freunde, die Brüder Widmann-Rau, hatten da eine Hütte im Garten mit einer Werkbank. Dort entstand die Käfer-Werkstatt und der Käferclub war am 1. Februar 1986 geboren. Schon zum zweiten Käfertreffen 1989 kamen knapp 400 Luftgekühlte in die Gäugemeinde.

 

Der VW-Käfer wurde von 1938 bis 2003 produziert und war mit fast 22 Millionen Fahrzeugen bis Juni 2002 das meistverkaufte Auto. In den sechziger Jahren war der Käfer sehr populär und es gab damals kaum jemand, der nicht irgendwann einmal in einem solchen Auto gesessen hatte. Bis 1978 wurde der Typ 1, wie der Käfer werksintern hieß, in Deutschland produziert, danach in Mexiko. Der Neuwagen-Verkauf endete in Deutschland 1985.

 

13 internationale Treffen

 

13 internationale Käfertreffen gab es bislang in Ostelsheim. Die Scheune im Grünen ist längst nicht mehr das Vereinsheim, zwischenzeitlich sind die Käferfreunde im Vereinshaus untergebracht, dem früheren Schulhaus in der Gemeinde. Aktuell hat der Verein dreißig Mitglieder, davon sind 13 aktiv. Genau so viele VW-Käfer gibt es noch bei den Vereinsmitgliedern.

 

"Bei meinem ersten Auto habe ich noch unterm Auto gelegen und geschraubt. Jetzt will ich das nicht mehr machen", erinnert sich Oliver Schöffler. Er war der erste Vorsitzende im Gründungsjahr. Für den Fasnets-umzug hat der Club nochmals eine Woche lang geschraubt und geschweißt und einen Jubiläumskäfer zusammengebaut.

 

"Noch vor zehn Jahren wurden wir mit dem Käfer auf Oldtimertreffen schräg angesehen", erzählt Gründungsmitglied Frank Pfeiffer. Er und sein Vater haben zwei Käfer. Einer - Baujahr 1950, 24 PS, 160 000 Kilometer, erster Motor, Brezelfenster - kommt noch gut durch den TÜV.

 

"Alle unsere Mitglieder haben eines gemeinsam: die Leidenschaft für den Käfer und seinen genialen Boxermotor", sagt der Vorsitzende Joachim Kopp. Gründungsmitglied Rudi Schlienz zeigte Bilder aus der Vereinsgeschichte "Es waren wilde Zeiten", erinnert er sich, "wir sind unendlich viele Kilometer gefahren." (Siehe Kommentar auf Seite 9.)

 

Der Jubiläumsstammtisch des Käfer-Clubs Ostelsheim 86 im Vereinshaus. Bild: Richter