Nachrichten
Bilder
Videos
Abo-Service und Anzeigen
Themen und Portale

Job

Termine und Veranstaltungen
Über uns






21.05.2020

Landratsamt: Keine weitere Schulöffnung vor den Sommerferien möglich

Kreis Böblingen: Landrat schreibt an Kultusministerin Eisenmann

Corona virus hand-drawn text and simple illustration with chalk on blackboard

Landrat Roland Bernhard und Bondorfs Bürgermeister Bernd Dürr in seiner Funktion für den Kreisverband Gemeindetag wenden sich in einem gemeinsamen Schreiben an Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann. Es geht um kurzfristige Lösungen, in Bezug auf die Lehrerversorgung und die räumlichen Konsequenzen einer weiteren Öffnung der Schulen. So wie die momentane Situation ist, seien diese vor den Sommerferien 
nicht mehr möglich, so die Kernbotschaft des Briefs.

Die Lehrerversorgung sei besorgniserregend. Aus den Städten und Gemeinden werden Engpässe gemeldet – und das, obwohl bislang ein Präsenzunterricht nur für die Abschlussklassen stattfindet. Beispielsweise kann an den Beruflichen Schulen im Landkreis Böblingen bis zu 20 Prozent des Präsenzunterrichts nicht abgehalten werden. Hinzu kommen die Regelungen mit erforderlichen Raumteilungen in den Klassenzimmern aufgrund des Mindestabstands von 1,50 Meter.


Die Schulen wurden zwar mit Schutzausrüstung ausgestattet, aber die Raumkapazitäten sind schon jetzt ausgeschöpft. Ein Präsenzunterricht auch für weitere Schülerinnen und Schüler noch vor den Sommerferien 2020 sei mit der jetzigen Lehrerversorgung und angesichts der Probleme mit der Raumkapazität nicht machbar, so die in dem Brief geäußerte Einschätzung. Dabei seien diese Probleme vermutlich keine, die nur der Landkreis Böblingen hat, sondern zeigten sich sicher im gesamten Land Baden-Württemberg.


Auch die Einschätzung in Bezug auf die Lehrkräfte sei nachbesserungswürdig. Der Blick auf Lehrerinnen und Lehrer, die zu einer Risikogruppe gehören, sei nachvollziehbar. Jedoch nicht die Tatsache, pauschal den Unterricht zu verbieten. Letzteres sollte nur bei einer konkreten Gefährdung erfolgen. Man wolle aber, so das klare Bekenntnis von Landrat und Bürgermeister, das Land in der Strategie zum Gesundheitsschutz voll unterstützen, zum Wohle der Lehrkräfte, der Schülerinnen und Schüler sowie allen am Schulleben beteiligten Familien.