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Von usnerem Mitarbeiter Bernd Heiden · 04.09.2018

"Jesses, da kommt eine Kuh"

Maichingen: Dramatische Rettungsaktion in Hanfäcker-Siedlung für ausgebüxtes Muttertier / Tier rennt 2 Landwirte um / Mehrere Hebe-Versuche scheitern

Bild: SDMG/Dettenmeyer

Am Dienstagmorgen, gegen 8.30 Uhr sitzt Dr. Franz Werkmeister beim Frühstück mit seiner Frau. "Jesses, da kommt eine Kuh!", ruft sie. Er, der anders als seine Gattin mit dem Rücken zur Terrassentür sitzt und so keinen Blick auf den Garten hat, dreht sich um.

Tatsächlich. Auf seiner am Rand des Maichinger Wohngebiets Krautgarten im Oberbrunnweg liegenden Terrasse steht eine Kuh. Der diplomierte Landwirt mit Erfahrung in der Tierzucht hat keine Angst vor großen Tieren. Er geht auf die Terrasse und mit ausgespreizten Armen auf das Tier zu. Das zieht sich schließlich zurück und marschiert weiter. Zwei Traktoren können die Kuh daran nicht hindern.

Das etwa sieben Jahre alte Fleckvieh ist eine Kuhmutter und soll am Morgen gemeinsam mit seinem Kälbchen vom einen Stall in den anderen auf dem Hausch-Hof. Der liegt im Mittelpfad, etwa einen guten Kilometer von der Maichinger Siedlung entfernt auf Sindelfinger Gemarkung. "Die Kuh hat Panik bekommen", erzählt Seniorchef Julius Hausch zu der missglückten Umstall-Aktion.

Auch mit Treckern versuchen sie die flüchtende Kuh zunächst von der Straße abzuhalten und zu bändigen. Zwei Landwirte rennt das Tier dabei sogar um. Die bleiben unverletzt, die Kuh marschiert weiter Richtung Maichingen.

Die Polizei wird um 8 Uhr über Notruf alarmiert. Auch sie kann das Tier nicht dingfest machen. Weil von ihm in der Wohnsiedlung Gefahr für die Bevölkerung ausgehen kann, fahren die Beamten unter Leitung des Chefs des Polizeireviers Sindelfingen Ulf Dieter ein mittelgroßes Einsatzprogramm auf.
 

Die gesamte Reportage lesen Sie in der Mittwoch-Ausgabe der SZ/BZ.