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Von unserem Mitarbeiter 
Karlheinz Reichert · 14.08.2020

Insolvenzantrag gegen Körner Druck

Maichingen: Krankenkassen stellen ein Ultimatum

Da bei Körner Druck in Maichingen der Strom abgeschaltet wurde, sorgt ein Dieselaggregat mittlerweile für Licht. Bild: Reichert/A

Jetzt kam, was schon seit Wochen unausweichlich schien: Gegen die Körner Druck GmbH in Maichingen wurde der Antrag auf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Dies gab das Amtsgericht Stuttgart am Freitag bekannt. Das Unternehmen hatte in den letzten Wochen nicht einmal mehr einen Stromanschluss zur Verfügung, mit dem man die Druckmaschinen hätte betreiben können.

 


Materiallieferungen soll die Druckerei nur noch gegen Bargeld erhalten haben und der Stromversorger setzte gerichtlich durch, dass es rechtens ist, ihr den Saft abzudrehen. Ein Dieselaggregat sorgt inzwischen dafür, dass die Lichter brennen und die PCs laufen können. Für die Druckmaschinen reicht diese Eigenversorgung allerdings nicht aus.


Deshalb, und weil diese bei einer so geringen Auslastung nicht rentabel laufen könnten, seien die Druckaufträge an die Schwesterfirma J. Fink Druck in Ostfildern weitergegeben worden. Fink und Körner gehören seit Mai 2019 zur finnischen Printers Group. Auch dort fungierte der estnische Unternehmensberater Erki Katkosild als Geschäftsführer, bis am 16. Juli verschiedene Krankenkassen den Insolvenzantrag stellten.


Dem Vernehmen nach sollen die Krankenkassen Erki Katkosild wegen nicht abgeführter Sozialbeiträge auch für Körner Druck auf Mitte Juli ein Ultimatum gestellt haben. Offensichtlich hat der Geschäftsführer eine Fristverlängerung erreicht. Er soll Papier aus den Reserven der Druckerei verkauft haben.


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