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Von unserer Mitarbeiterin Annette Nüßle · 13.06.2016

In großen Sätzen über den Oxer

Merklingen: Springturnier der Kleintierzüchter für Kaninchen

Rund 50 Kaninchen starteten am Samstag auf der Hindernisstrecke der Kaninhopgruppe der Merklinger Kleintierzüchter. Das dritte Turnier, unter der Leitung von Nadine Ferbach, umfasste ein Teilnehmerfeld aus dem gesamten Landesverband Württemberg-Hohenzollern. Bis aus Schelklingen waren die Besitzer und ihre Tiere angereist.

Seit 2011 trifft sich die Kaninhopgruppe 14-tägig und sorgt in der Gemeinschaft für eine besondere Beschäftigung der Kaninchen. Hierzu werden Hindernisse, ähnlich wie beim Pferdesport, in Miniaturformat aufgebaut, und es gilt möglichst schnell und fehlerfrei den Parcours zu bewältigen.

„Hüpfen ist für Kaninchen ein ganz natürlicher Bewegungsablauf“, erläutert Nadine Ferbach und ergänzt, dass diese Art von Beschäftigung die Bindung zum Tier vertieft und der Fitness und Gesundheit der Tiere förderlich ist. „Weiter legen wir Wert darauf, dass die Kaninchen freiwillig hüpfen, das heißt es darf nicht an der Leine gezerrt werden. Diese dient nur zur Sicherheit, falls ein Tier einmal erschrickt und ausbüxen will.“ Die Trainerinnen der Kaninchen müssen laut Reglement mindestens neun Jahre alt sein und die Tiere selbst mindestens fünf Monate.

Beim dritten Turnier der Merklinger Gruppe starteten die Teilnehmer in zwei von drei möglichen Turnierklassen, zum einen auf einer leichten Strecke mit acht Hindernissen und einer maximalen Hindernishöhe von 25 Zentimetern und einer mittelschweren Klasse mit zehn Hindernissen mit einer maximalen Höhe von 35 Zentimetern. Zunächst erfolgte aber nach der Prüfung der Papiere eine Aufwärmrunde auf der Trainingsbahn, bevor es in der Halle um Zeit und Punkte ging. Hierbei ging es schnell über die Hindernisse und manch Kaninchen benötigte hierfür nicht einmal zehn Sekunden oder schaffte es fehlerfrei. Dabei hatte jedes Tier seine ganz eigene Technik. Während manche in einem Rutsch durchhoppelten, stoppten anderen vor den Hindernissen und übersprangen diese dann aus dem Stand. Aber nicht alle Tiere hatten Lust auf die Hoppelei über Hindernisse, so wie beispielsweise „Down under heaven“, der nach drei Hindernissen einfach verweigerte und deshalb disqualifiziert wurde. „Kaninchen können so stur wie Esel sein, und wenn er nicht will, dann will er eben nicht“, mein Julia Weissgerber aus Fellbach und bringt das Tier wieder in einen Stall.

Die beiden Erstplatzierten „Pepsi on Ice“ trainiert von Kim Büttner aus Öffingen in der Klasse Leicht und in der mittelschweren Klasse „Da Vinci’s Salvatore“ trainiert von Bianca Kreyska (Öffingen) schafften den Parcours fehlerfrei. Zur Belohnung gab es eine Extramöhre, während die Besitzerinnen mit einem Pokal nach Hause gehen konnten.

Das bestplatzierte Kaninchen aus Merklingen schaffte es mit der Rekordzeit von 9,8 Sekunden aufgrund von vier Fehlern in der leichten Klasse nur auf den elften Platz. „Macht nichts“, meinte Anna-Lena Becker, „Hauptsache Hoppel und ich hatten viel Spaß.“

Cherie wärmt sich mit Trainerin Jessica Beck für den Wettkampf auf. Bild: Nüßle