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Von unserer Mitarbeiterin Renate Lück · 21.01.2013

Hexen treiben Unsinn im Saal

Weil der Stadt: Zunftball der Aha-Narren in der sanierten Turn- und Festhalle

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ong>Jetzt kommt Schwung in die Fünfte Jahreszeit. In Weil der Stadt haben am Samstagabend gestandene und neue Zunftmitglieder gezeigt, dass sie fasnet-tauglich sind.

Eigentlich sollte die sanierte Turn- und Festhalle erst in zwei Wochen eingeweiht werden. Aber der neue Bürgermeister Thilo Schreiber wollte es sich wohl mit einem der größten Vereine der Stadt nicht verderben und schnitt zusammen mit dem Vorsitzenden Michael Borger eigenhändig das Band auf der Bühne durch und gab damit die Halle frei.

Allerdings überlegte er wegen der hohen Baukosten, bei der Narrenzunft einen Kredit aufzunehmen, und zerkratzt dürfte der „sauempfindliche Boden“ auch nicht werden. Das war freilich ein Problem für die Narren. Durften sie schon keine Girlanden an die Wände kleben, so bekamen die Gardemädchen nun auch noch Plastiküberschuhe angezogen. Zum Tanzen schien das aber zu gefährlich und so schwangen sie die Beine doch in ihren neuen roten Stiefeln.

Aber immer wieder tauchten noch Bauarbeiter im Saal auf, die die restlichen Reparaturen behoben. Am meisten Probleme hatten sie mit einer Glühbirne auf der Bühne, die schließlich Moderatorin Ann-Cathrin Ochs auswechselte. Sie führte zusammen mit Michael Michalski und Matthias Bott, die in James-Bond-Manier auf die Bühne gekommen waren, durch ein abwechslungsreiches Programm.

Während die Hexen im Saal Unsinn trieben, marschierte das neu eingekleidete Aha-Ballett nicht nur zur schmissig gespielten „Berliner Luft“ auf die Bühne, es versprühte später auch in verschiedenen Kostümen und mit viel sportlicher Eleganz Zirkusatmosphäre. Die „Augustiner Brassband“ des Musikvereins begleitete auch die „Steckentäler“, die dieses Jahr ihren 33. Geburtstag feiern, und die „Zigeuner“ im Harlekinhäs, die mit dem Kinderlied „Heile, heile Gänsle“ den Umbau der Festhalle beschrieben.

Umwerfend komisch Thomas Buhl und Frank Ullrich mit ihrer Zauberernummer „Cirques du Soleil“, in der sie sich am Ende selbst wegzauberten.

Spannend wurde es für die 26 Neuen in den Gruppen. Die Bären, Hexen, Schellenteufel, Schelme, Schlehengeister und Steckentäler bekamen am Anfang der Veranstaltung die Aufgabe, in 40 Minuten einen Auftritt zu organisieren, wobei sie spielen, singen oder irgendetwas vorführen sollten und dafür alles, was sie in der Halle finden, benützen durften. Sie tanzten zuerst einen Ringelreihen und krönten ihre Aufführung mit einer Pyramide.

Als Abschluss sangen sie zusammen mit Tobias Reim das Lied: „Mir hen a Herz für d’ Fasnet in unsrer alten Stadt“. Und dann spielte die Narrenkapelle noch ein Geburtstagslied für Moderator Michael Michalski. Und Matthias Bott, der aufhört mit der Moderation, wurde mit viel Applaus verabschiedet.

Weil der Stadt: Der neue Bürgermeister Thilo Schreiber mit seinem ersten Auftritt bei der Weiler Fasnet. Beim Zunftball schnitt er unter Aufsicht von Aha-Vorstand Michael Borger das Band zur Freigabe der Halle durch. Bild: Lück