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08.08.2019

Herrenberg: Falscher Microsoft-Mitarbeiter erbeutet 3000 Euro

Auf einen angeblichen Microsoft-Mitarbeiter fiel am Montag ein Mann aus Herrenberg herein. Der 57-Jährige erhielt am Vormittag den Anruf eines Mannes, der in gebrochenem Englisch sprach und vorgab, sich im Auftrag des Microsoft-Unternehmens zu melden. Der Unbekannte gab an, dass an dem PC des Mannes ein massives Sicherheitsproblem vorliegt. Daraufhin ermöglichte der 57-Jährige über ein zuvor installiertes Computerprogramm Zugriff auf das Gerät.


Um die Freigabe der Microsoft Zentrale erreichen zu können, wurde der Angerufene aufgefordert vertrauliche Informationen seines Online-Bank-Kontos herauszugeben. Nachdem der 57-Jährige das Kennwort und die Transaktionsnummern preisgegeben hatte, überwies der Microsoft-Mitarbeiter vom Konto des Mannes drei Geldbeträge an einen unbekannten Geld-Empfänger. In einem weiteren Gespräch erklärte er seinem Opfer, dass er zum Auslösen dieser Transaktionen nochmals 1000 Euro in Form von „paysafecard“ benötigt.


Der gutgläubige Mann kaufte anschließend die elektronischen Zahlkarten in einem Einkaufsmarkt und teilte die Transaktionsnummern ebenfalls dem unbekannten Anrufer mit. Nachdem der Betrüger noch weitere Geldbeträge gefordert hatte, schöpfte der 57-Jährige Verdacht, nahm seinen PC vom Netz und alarmierte die Polizei.


Tipps der Polizei: Seien Sie im Falle eines solchen Anrufs wachsam und gehen Sie nicht auf die Forderungen ein. Installieren Sie keine Fremdsoftware und beenden Sie das Gespräch. Erstatten Sie im Schadensfall Anzeige bei der Polizei und lassen Sie Ihre betroffenen Kreditkarten und das Online-Banking sofort sperren. Kam es zu einem Fernzugriff auf Ihren Computer, lassen Sie ihn auf Schadsoftware überprüfen. Auch die Firma Microsoft warnt auf ihrer Internetseite vor den Betrügern, die im Namen ihres Unternehmens weltweit anrufen.