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20.07.2018

Herrenberg: Erhöhte Legionellen-Werte im Krankenhaus

Bei Routinekontrollen zur Wasserqualität am Herrenberger Krankenhaus wurden, wie der Klinkverbund Südwest als Betreiber am Freitag mitteilte, „an einigen Entnahmestellen die technischen Maßnahmenwerte für Legionellen zum Teil deutlich überschritten“. Legionellen sind Bakterien, die beim Menschen unterschiedliche Krankheitsbilder verursachen, von grippeartigen Beschwerden bis zu schweren Lungenentzündungen.
Der Klinikverbund Südwest, insbesondere die Fachabteilung für Hygiene und Infektionsprävention, die Haus- und Betriebstechnik sowie die Krankenhausdirektion sind laut einer Pressemitteilung in engem Austausch mit dem Gesundheitsamt sowie den Stadtwerken Herrenberg um gemeinsam mögliche Ursachen der Keimbelastung zu ermitteln und zu beseitigen. Parallel läuft ununterbrochen die thermische Desinfektion des gesamten Wasserleitungsnetzes im Haus. Mit erhöhter Vorlauftemperatur von rund 70 Grad Celsius werden die Leitungen derzeit kontinuierlich gespült – bereits ab cirka 60 Grad Celsius stirbt das Bakterium ab.
Um jede Gefährdung für die Patienten, Mitarbeiter und Besucher auszuschließen wurden zahlreiche Wasserentnahmestellen, darunter rund 30 Duschen, vorsorglich gesperrt. Zudem wurden umgehend einige Duschen verteilt auf verschiedenen Stockwerken mit Sterilwasserfiltern ausgestattet. Diese Duschen können somit bedenkenlos genutzt werden. In besonders sensiblen Bereichen, wie beispielsweise auf der Intensivstation, sind ohnehin alle Wasserentnahmestellen mit Filtern ausgestattet.
„Mit dieser vorbeugenden Maßnahme stellen wir die Patientensicherheit an oberste Stelle, sind uns aber natürlich bewusst, dass damit gerade jetzt bei den sommerlichen Temperaturen erhebliche Komforteinschränkungen für unsere Patienten einhergehen, wenn beispielsweise von der eigenen Duschkabine auf dem Zimmer in ein Bad auf dem Flur ausgewichen werden muss“, so der Pressesprecher Ingo Matheus. Neben den verbundeigenen Kontrollen soll ein zusätzliches, externes Prüflabor in den kommenden Tagen die Wasserqualität an unterschiedlichen Entnahmestellen überwachen. Alle Sicherheitsmaßnahmen würden fortgesetzt, bis die Laboranalysen wieder zweifelsfrei die geforderten Wasserqualitätsstandards nachweisen.