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08.05.2015

Heizölschlieren auf der Aich

Ein

unangenehmer Geruch stieg am Donnerstagabend, gegen 20.15 Uhr, einem Spaziergänger in die Nase, als er an der Aich entlang ging. Kurz darauf konnten Ölschlieren auf dem fließenden Gewässer festgestellt werden, worauf die Freiwilligen Feuerwehren Waldenbuch und Steinenbronn ausrückten. Die Ursache war glücklicherweise schnell ausgemacht.
Ein 31-jähriger Bewohner eines Hauses in der Marktstraße in Waldenbuch hatte bei Sanierungsarbeiten der Heizungsanlage den Aufstellort des Öltanks verändert. Hierbei konnten vermutlich einige Liter des Öls auslaufen. Etwa 100 bis 200 Liter flossen aus dem Tank in eine Sickergrube des Hauses. Von dort aus gelangte das Öl in den Mühlkanal und dann in die Aich. Um das Nachfließen von weiterem Öl aus dem Haus zu verhindern, wurde die restliche Menge mit einem speziellen Granulat gebunden und anschließend von der Feuerwehr entsorgt. Des Weiteren errichteten die Wehrleute auf dem Mühlkanal, vor dem Eintritt des Kanals in die Stadtmühle, sowie auf der Aich, auf der Höhe eines Unternehmens, jeweils eine sogenannte Ölsperre.
Diese verhindern, dass sich das Öl weiter ausbreiten kann und binden es gleichzeitig. Außer der Feuerwehr und der Polizei befanden sich auch ein Vertreter des Umweltamts der Stadt Böblingen sowie ein Mitarbeiter des Ordnungsamts Waldenbuch vor Ort. Am Freitag wässerte die Feuerwehr den Uferbereich und Gewässerteile, in denen die Fließgeschwindigkeit nicht so hoch ist, so dass auch die Ölschlieren, die dort anhafteten, von den Ölsperren aufgenommen werden konnten.
Im weiteren Verlauf wird das gebundene Heizöl entfernt. Die Ölsperren bleiben jedoch vorerst bis Anfang nächster Woche auf der Aich liegen, um sicher zu gehen, dass sämtliches Öl aufgefangen wird. Bislang besteht für die Umwelt keine erkennbare Gefahr. Der 31-Jährige muss nun mit einer Anzeige wegen Gewässerverunreinigung rechnen.