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Von unserer Mitarbeiterin Claudia Barner · 07.08.2008

Gutes Einvernehmen mit dem Wettergott

Weil im Schönbuch: Seenachtsfest der Freiwilligen Feuerwehr mit Feuerwerk / Fest-Organisator Berthold Löffler hört nach 20 Jahren auf

Fallschirmspringer, die im Wasser landen, Motocross in den Seegärten oder eine schwimmende Bühne im Feuerwehrteich all dies hat das Seenachtsfest der Freiwilligen Feuerwehr in Weil in den letzten 20 Jahren geboten. Zum runden Geburtstag gab's deshalb viel zu erzählen.

 

Mit einer guten Festidee ist es wie mit einem guten Wein - sie muss reifen. Wenn sich der Weilemer Abteilungskommandant und Cheforganisator Berthold Löffler an die erste Hocketse im Jahr 1988 erinnert, stellt er fest: "Wir haben ganz klein angefangen."

 

Nach der historischen Schauübung zur 800-Jahr-Feier der Gemeinde, hatte man am Feuerwehrgerätehaus einige Biertische aufgestellt und mit brennenden Teelichtern auf dem Feuerwehrsee für Stimmung gesorgt. Der Höhepunkt war zu vorgerückter Stunde ein Feuerwerk. "Das kam so gut an, dass wir uns entschlossen haben weiterzumachen", erinnert sich der Abteilungschef.

 

An guten Ideen mangelte es den Veranstaltern nicht. Rund um den kleinen Teich im Weilemer Osten vergnügten sich die Gäste in den kommenden Jahrzehnten auf Hüpfburgen, bei der Rundfahrt mit dem Feuerwehrauto, beim Motocross auf den benachbarten Hügeln, in Karussells und auf Spielstraßen. Sie ruderten auf dem See, ließen sich vom Musikverein oder den Grafenberger Spatzen in Schwung bringen und sorgten bis drei Uhr morgens in der "Floribar" für gute Stimmung.

 

"Eine runde Sache"

 

"Wir haben immer wieder neue Angebote ausprobiert", erzählt Berthold Löffler. Vor ungefähr fünf Jahren stand das endgültige Konzept. "So wie sich das Fest heute darstellt, ist es eine runde Sache", bilanziert Berthold Löffler. Rund 3500 Besucher bestätigten wieder - das Fest ist ein Renner.

 

Das stimmungsvolle Ambiente steht in der Publikumsgunst ganz oben. Unzählige bunte Lichterketten entfalten nach Einbruch der Dunkelheit auf dem Wasser ein buntes Farbenspiel und schaffen eine einzigartige Atmosphäre. "Die Stimmung ist uns sehr wichtig", bekräftigt Berthold Löffler. Die 70 Helfer, darunter viele Freunde und Verwandte, beginnen bereits eine Woche vor Festbeginn mit der Dekoration des Geländes.

 

Ganz wichtig auch: Das große Musik-Feuerwerk zum Festhöhepunkt. "An dieser Tradition halten wir seit 20 Jahren fest", weiß der Abteilungskommandant: "Viele kommen extra zum Schauen und Staunen." Sie kamen am Samstag besonders auf ihre Kosten: Zum Jubiläum hatten die Retter deutlich mehr in das Feuerwerk investiert.

 

"Ein Glück, das Wetter hat mitgemacht", atmete Berthold Löffler kurz vor Mitternacht auf. In gutem Einvernehmen mit dem Wettergott steht die Weilemer Feuerwehr ohnehin. "In all den Jahren ist das Fest nur einmal richtig ins Wasser gefallen und wir haben Miese gemacht.

 

Unter dem Strich eine positive Bilanz, mit der der Cheforganisator des Weilemer Seenachtsfestes zum Jubiläum abtritt. Berthold Löfflers Entschluss steht fest: "Ich werde im November nicht mehr als Abteilungskommandant zur Wahl stehen."

 

Künftig konzentriert sich Berthold Löffler auf seine Aufgabe als Chef der Gesamtwehr. Für die Zukunft des Seenachtsfests bedeutet dies: Jetzt kommen die Jüngeren zum Zug.