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22.03.2019

Gas geben bei der Brennstoffzelle

Von Karlheinz Reichert

Elektrofahrzeuge: Die neue Studie der Landesagentur E-Mobil BW hat bei der Politik wenigstens zu einer Einsicht geführt. „Unsere strategische Industrie- und Förderpolitik muss klar auf Innovation ausgerichtet sein“, sagte Landeswirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut bei der Vorstellung der Studie.

Batterieforschung, Startup-Förderung sowie Weiterbildungs- und Qualifizierungskonzepte seien die Antwort auf die strukturellen Veränderungen, um die Beschäftigung und damit den Wohlstand in Baden-Württemberg hoch zu halten. Auch im Kreis Böblingen, oder vor allem im Kreis Böblingen, wird das doppelt wichtig sein.

Das E beim Auto kann aber nicht alles sein, wie man das in den Führungsetagen der deutschen Hersteller Daimler, BMW und Volkswagen neuerdings offensichtlich sieht. Auf der Regionaltagung Stuttgart der Kraftfahrzeuginnung deutete Peter Stieger von der EnBW schon mal an, was kommen wird. Die Debatte, wo die Rohstoffe für die Batterien herkommen und wie umweltfreundlich die Fertigung ist, werde sicher noch geführt werden: „Der CO2-Fuß-abdruck ist beim E-Auto deutlich schlechter.“

Unverständlich ist, weshalb Daimler, BMW und VW den Wasserstoffantrieb mehr oder weniger beerdigen. Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur rechnen diese Hersteller nicht damit, dass Brennstoffzellenfahrzeuge in den nächsten 10 Jahren marktreif werden.

Bei dem Thema wäre es sinnvoller Gas zu geben, anstatt den Gang rauszunehmen. Leerlauf, das sollten die Hersteller eigentlich gelernt haben, kann sich die Branche am allerwenigsten leisten.

Karlheinz.Reichert@szbz.de