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Von unserer Mitarbeiterin Narin Bektas · 04.12.2018

Fairer Handel auf Knopfdruck

Böblingen: Am Max-Planck-Gymnasium gibt es mit dem Fair-o-mat einen etwas anderen Automaten

Am Böblinger Max-Planck-Gymnasium gibt es seit Dienstag den Fair-o-mat: Der bietet auf Knopfdruck fair gehandelte Produkte. Der Automat selbst besteht aus recyceltem Material und arbeitet CO2-neutral.

Der Fair-o-mat kommt ohne Stromanschluss, Beleuchtung und Kühlung aus und ist rund um die Uhr einsatzbereit. Und wenn man ihn eines Tages nicht mehr brauhen sollte, kann er komplett zerlegt und zu 99 Prozent wieder verwertet werden. Zudem ist er ein sogenanntes Upcycling–Gerät. Das heißt in diesem Fall: Der Fair-o-mat war früher ein Warenbezugsautomat eines europäischen Herstellers und wurde auf die mechanische Funktion umgebaut, wodurch wiederum Ressourcen gespart wurden.

Das Thema Fairtrade ist am Max-Planck-Gymnasium schon länger auf der Tagesordnung. Die Schule ist seit drei Jahren eine zertifizierte Fairtrade-Schule. Ins Leben gerufen wurde der Fair-o-mat durch den Wunsch der Schüler nach einem Warenautomaten, der zu ihrem fairen Gedanken und der Zertifizierung ihrer Schule passt.

„Unsere Lehrerin hat uns von dem Fair-o-maten an anderen Schulen erzählt. Das Ganze haben wir dann als Fairtrade-AG organisiert und umgesetzt.“ erzählen die Schülerinnen Jolina und Lea.

2000 Euro hat der Fair-o-mat gekostet, das Geld wurde von der Böblinger Baugesellschaft gespendet. Um die Wartungs- und Reparaturkosten abzudecken, hat die Schulgemeinschaft im letzten Herbst beim Wettbewerb „Sparda Impuls“ der Sparda-Bank teilgenommen und durfte sich über eine Spende freuen. Zur Einweihung waren auch Oberbürgermeister Dr. Belz (Erster von rechts) und Geschäftsführer Rainer Ganske (Erster von links) der Böblinger Baugesellschaft (BBG) eingeladen, mit auf dem Foto (Bild: z) ist Schulleiter Martin Rausch (Zweiter von links).

Das Produktangebot des Fair-o-maten ist von Schokoriegeln bis hin zu Gummibärchen breit gefächert. Und schon für wenig Geld kann man sich mit gutem Gewissen einen Snack gönnen. Im Fair-o-mat können Produkte anerkannter Fair-Trade-Importeure oder Produkte mit Fair-Trade-Siegel verkauft werden.

„Durch die fair gehandelten Produkte profitieren auch die Bauern vor Ort und können ihre Kinder in die Schule schicken, anstatt sie auf dem Feld arbeiten lassen zu müssen“, sagt Schülerin Jolina ... bei der feierlichen Einweihung des Fair-o-maten.