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Von Steffen Straube-Kögler, Mildred-Scheel-Schule Böblingen · 12.04.2016

Experimente und Inhalte, die weit über den Schulstoff hinausgehen

Biologie: Florian Schröder aus der Mildred-Schell-Schule Böblingen erfolgreich bei Bio-Olympiade

Florian Schröder geht in die Abschlussklasse des Biotechnologischen Gymnasiums an der Mildred-Scheel-Schule. In den letzten Wochen und Monaten bereitete er sich nicht nur auf sein Abitur vor, sondern nahm auch an der Qualifikation für das deutsche Schülerteam teil, das im Juli zur internationalen Biologie-Olympiade in die Hauptstadt Vietnams, Hanoi, fliegt. Unter mehr als 1400 Teilnehmern aus Deutschland erreichte er den 18. Platz.

Seit September hatte Florian Schröder im Laufe des Wettbewerbs, der vom Bundesbildungsministerium gefördert wird, Aufgaben zu bewältigen, die von Mal zu Mal anspruchsvoller wurden. Die erste Runde umfasste zum einen ein Experiment an der Mildred-Scheel-Schule, für das sein Biotechnologie-Lehrer, Klaus Steiner, der ihn über die Monate des Wettbewerbs hinweg beriet, Material und Geräte zur Verfügung stellte.

Der Schüler musste in Fruchtsäften Vitamin C nachweisen. Zum anderen musste er unter Einbeziehung aller verfügbaren Quellen Aufgaben lösen, die spezielle Aspekte der Biologie umfassten, wie zum Beispiel die Evolution von Schlangen in Australien. Er löste alle Aufgaben mit Bravour und kam weiter als einer von 600 Teilnehmern.

In der zweiten Runde stand eine Klausur auf dem Programm, die inhaltlich weit über den Schulstoff hinausging. Nach erfolgreichem Bestehen – die Klausur war vom Landesbeauftragten für die Bio-Olympiade korrigiert worden – wurde Florian Schröder zu einem Seminar nach Karlsruhe eingeladen, um sich unter Anleitung von Studenten und Professoren des Karlsruher Instituts für Technologie auf die nächste Runde vorzubereiten.

Die Endausscheidung für das deutsche Nationalteam fand dann im März in Kiel und Hamburg statt. Hierbei mussten die 45 aus dem ganzen Bundesgebiet eingeladenen Schüler ihr Können in Teilgebieten der Biologie wie Zoologie oder Botanik unter Beweis stellen.

In einem Labor an der Kieler Uni wurde unter Aufsicht von Studenten und ehemaligen Teilnehmern gearbeitet, Tiere wurden bestimmt und eine Theorie-Klausur geschrieben. Nach drei Tagen harter Arbeit ging es nach Hamburg zur Firma Eppendorf, einem Laborgeräte-Hersteller, der die Bio-Olympiade unterstützt.

Dort wurden die Ergebnisse bekannt gegeben: Die zwölf Besten wurden zu einer weiteren Runde eingeladen, um das vierköpfige deutsche Olympia-Team zu ermitteln. Florian Schöder freute sich über seinen 18. Platz:. „Besser als ich dachte,“ kommentierte er sein persönliches Resultat.

Ein positives Fazit zieht der angehende Abiturient aus seinem besonderen Engagement: Die Teilnahme am Wettbewerb hat ihn nicht nur in seinem Wunsch bestärkt später Biologie zu studieren, sondern auch viele Kontakte zu gleich gesinnten Schülern, Studenten, Lehrern und Experten aus Forschung und Berufswelt ermöglicht.

Florian Schröder beim Probe-Pipettieren für die Bio-Olympiade unter Anleitung seines Biotechnologie-Lehrers Klaus Steiner. Bild: Straube-Kögler