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Von unserem Mitarbeiter Peter Maier · 23.06.2017

Erstes Mercedes-Werk in Polen

Sindelfingen/Jawor: Daimler investiert 500 Millionen Euro in ein neues Motorenwerk / 500 neue Arbeitsplätze in Niederschlesien

Mercedes-Benz hat mit der offiziellen Grundsteinlegung im polnischen Jawor den Bau eines neuen Motorenwerks begonnen. 2019 soll das Werk in Betrieb gehen.

„Das neue Motorenwerk in Polen ist ein wichtiger Teil der Wachstumsstrategie von Mercedes-Benz Cars. Mit dem neuen Standort in Jawor stellen wir die effiziente Belieferung unserer Fahrzeugwerke mit hocheffizienten Motoren sicher“, sagte Mercedes-Produktionsvorstand Markus Schäfer.

„Wir richten unser globales Produktionsnetzwerk auf die Zukunft aus und zeigen, dass wir beides können, Sprint und Marathon: Aufgrund der weltweit hohen Nachfrage produzieren wir in den nächsten Jahren konventionelle Motoren für Hybridfahrzeuge und Verbrenner in steigender Stückzahl. Gleichzeitig machen wir unser Produktionsnetzwerk langfristig fit für die Elektromobilität“, so Markus Schäfer bei der Grundsteinlegung in Jawor.

Der neue Standort in Jawor, der auf einer Fläche von rund 50 Hektar entsteht, ist das erste Werk von Mercedes-Benz in Polen. Daimler investiert in den neuen Produktionsstandort von Vierzylinder-Motoren für Mercedes-Benz Pkw rund 500 Millionen Euro. Dadurch sollen rund 500 Arbeitsplätze entstehen.

An der Grundsteinlegung auf dem künftigen Werksgelände nahmen neben den Mercedes-Repräsentanten auch Mateusz Morawiecki, Polens stellvertretender Ministerpräsident und Minister für wirtschaftliche Entwicklung und Finanzen, Elzbieta Witek, Ministerin in der Staatskanzlei, Tadeusz Koscinski, Unterstaatssekretär im Entwicklungsministerium, und Rolf Nikel, der deutsche Botschafter in Polen, teil.

„Wir heißen unsere polnischen Kollegen im globalen Produktionsverbund willkommen und freuen uns auf eine enge Zusammenarbeit“, so Frank Deiß, Leiter des Motorenwerks Untertürkheim. Die Qualifizierung der polnischen Mitarbeiter soll im Werk Untertürkheim sowie im thüringischen Kölleda stattfinden. Außerdem soll es Vor-Ort-Einsätze von Mitarbeitern aus Deutschland geben, die als Multiplikatoren ihr Wissen an die polnischen Kollegen weitergeben. Zum Qualifizierungskonzept des neuen Motorenwerks gehört außerdem eine enge Zusammenarbeit mit lokalen polnischen Berufsschulen.

„Polen setzt auf ausländische Investoren, die unser Wirtschaftssystem mit Hightech-Lösungen stärken. Es ist eine sehr gute Nachricht für uns alle, dass Polen ein strategischer Investitionsstandort für ein Unternehmen wie Daimler ist. Die Investition eröffnet ganz neue Geschäftsperspektiven für zahlreiche – vor allem regionale – Zulieferer und beinhaltet auch eine offene Zusammenarbeit mit Hochschulen und beruflichen Ausbildungsstätten“, sagte der stellvertretende polnische Ministerpräsident Mateusz Morawiecki.

„Wir haben hier in Jawor die Möglichkeit, ein neues Werk für moderne und hocheffiziente Motoren nach fortschrittlichen Standards und nach unseren spezifischen Anforderungen zu bauen“, so Dr. Andreas Schenkel von Mercedes-Benz. „In der Zusammenarbeit mit unseren polnischen Partnern aus Politik und Wirtschaft haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht.“

Der Standort Jawor soll Maßstäbe im Bereich der ressourcenschonenden Produktion setzen: Gemeinsam mit Energieversorgern und lokalen Behörden werden Lösungen für eine CO2-neutrale Motorenproduktion, beispielsweise durch Nutzung von Windkraft, Solarstrom oder Biogas-Anwendungen erarbeitet, heißt es in einer Mitteilung von Mercedes-Benz.

„Deutschland ist einer der wichtigsten Wirtschaftspartner Polens. Die Errichtung des Motorenwerks wird entscheidend zur Steigerung der Attraktivität des Standorts Niederschlesien beitragen. Die hohen Ausfuhrraten sowie die Expansion des Mercedes-Werks werden sich sicherlich in der Entwicklung der inländischen Wirtschaft widerspiegeln“, so der polnische Staatssekretär Tadeusz Koscinski.

Im Jahr 2019 soll die Motorenproduktion in Jawor in Betrieb gehen.

Rainer Ruess, Leiter Produktionsplanung Mercedes-Benz Cars, Elzbieta Witek, Ministerin in der Staatskanzlei, Dr. Andreas Schenkel, CEO Mercedes-Benz Manufacturing Poland, Markus Schäfer, Mitglied des Bereichsvorstands Mercedes-Benz Cars, Produktion und Supply Chain, Mateusz Morawiecki, Polens stellvertretender Ministerpräsident und Minister für wirtschaftliche Entwicklung und Finanzen, Rolf Nikel, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Polen, und Frank Deiß, Leiter Produktion Powertrain Mercedes-Benz Cars und Standortverantwortlicher Mercedes-Benz Werk Untertürkheim (von rechts), während der Grundsteinlegung im polnischen Jawor. Bilder: z