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09.12.2017

Ein Verlust an Lebensqualität

Gastronomie: Der „Hirsch“ und „Mannes Bierstadel“ in Sindelfingen, die „Linde“ in Affstätt, das „Culinarium“ in Altdorf – und jetzt das „Troya“. Allesamt renommierte Speiselokale, alle haben in diesem Jahr angekündigt, das Restaurant über kurz oder lang zu schließen. Ob gesundheitliche Probleme oder auch das oft aussichtslose Unterfangen, geeignetes Personal in Küche und Service zu bekommen: Die Gründe dafür, dass die oben genannten Gastronomen das Handtuch werfen, mögen unterschiedlich sein. Am Ergebnis für die Gerne-Auswärtsesser ändert sich jedoch nichts: Die gastronomische Landschaft im Kreis Böblingen wird ärmer, die Möglichkeiten, sich von engagierten Gastronomen verwöhnen und verköstigen zu lassen, werden geringer.

Das ist schade und am Ende auch fatal. Man muss nicht immer die sogenannten „weichen Standortfaktoren“ bemühen, die stimmen sowieso fast immer. Es ist einfach ein Verlust an Lebensqualität, wenn die gastronomische Vielfalt verloren geht. Und dabei handelt es sich oft genug nicht um Schicki-Micki-Gourmet-Tempel, sondern um ein Angebot gut bürgerlicher oder internationaler Küche mit Pfiff zu bezahlbaren Preisen.

hansjoerg.jung@szbz.de

Von Hansjörg Jung