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Von unserem Redakteur 
Hansjörg Jung · 18.03.2020

Drei Tote – Drama in der Bühlenstraße

Holzgerlingen: Polizei findet nach Notruf zwei tote Männer und eine tote Frau – vom Täter fehlt jede Spur / „Massive Spuren von Gewalt“ / Menschen von Gerüchten verunsichert

  • Die Beamten der Spurensicherung machen sich bereit.

  • Auch die Notfall-Seelsorge war vor Ort.

  • Abgesperrt - rund um den Tatort riegelte die Polizei die Bühlenstraße ab. Bilder: SDMG/Dettenmeyer

Das rot-weiße Trassierband mit der Aufschrift Polizeiabsperrung hängt zwischen der Holzgerlinger Johanneskirche und einem Gartenzaun quer über die Bühlenstraße. „Sie können hier nicht durch. Das ist ein Tatort“, sagt der Polizist freundlich und schickt die Autofahrer, Radler und Fußgänger zurück. Die Polizei hatte zuvor in einem Haus und dem zugehörenden Garten drei Leichen gefunden.

„Schlimme Sache, schlimme Sache“, sagt Polizeisprecher Peter Widenhorn, nachdem er am Mittwoch kurz vor Mittag unter dem Absperrband in der Bühlenstraße durchschlüpft. Auf einen Notruf von Angehörigen hin, hatte die Polizei kurz vor 10 Uhr, nachdem die Feuerwehr die Haustür geöffnet hatte, in einem Stockwerk und im Garten des Dreiparteienhauses drei Leichen gefunden – zwei Männer und eine Frau. Wenig später trafen auch schon weitere Streifenwagen, ein Notarztwagen und zivile Fahrzeuge der Kriminalpolizei ein.

 

Um die Mittagszeit weiß die Polizei noch nicht viel über die Identität der Toten, des Todeszeitpunkts und die näheren Umstände der Tode. Peter Widenhorn sagt zur Todesursache zunächst nur so viel: „Es gab massive Spuren von Gewalteinwirkungen.“ Auch auf den Täter gibt es da noch keine Hinweise.

 

 

Dafür schießen schon am frühen Nachmittag die „Nachrichten“ von selbst ernannten Experten und Wichtigtuern in diversen sozialen Netzen und Chat-Rooms um so mehr ins Kraut. „Es ist unglaublich, wie viel Mist in den Sozialen Medien geschrieben wird. So viele Falschmeldungen von einer Schießerei bis zum Amoklauf“, sagt Polizeisprecher Stefan Hermann. Dies könnte auch denen helfen, die sich aufgrund der Gerüchte in Gefahr wähnten und besorgt bei der Polizei angerufen hatten.

 

 

Bis zum späten Nachmittag ist die Spurensicherung noch an der Arbeit und auch die Untersuchung der Toten dauert an. Deshalb verschiebt die Staatsanwaltschaft die Mitteilung zu weiteren Einzelheiten des Falls - auch aus ermittlungstaktischen Gründen - auf Donnerstag. Der Täter ist nach wie vor auf der Flucht.