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24.02.2016

Die Gemeinschaftsschule

Schulen: Die Wahl entscheidet, wo die Reise hingeht

Im Kreis Böblingen gibt es 13 Gemeinschaftsschulen. Im nächsten Schuljahr soll eine weitere dazukommen. Die grün-rote Landesregierung hat diese Schulform eingeführt. Inzwischen gibt es 271 Gemeinschaftsschulen im Land.

Bildung ist Ländersache. In Stuttgart entscheidet sich, wie die Schullandschaft in Zukunft aussehen soll. Jede Landesregierung hat ihre eigenen Vorstellungen darüber, welcher Weg der richtige ist. Deshalb ähnelt die Entwicklung der allgemeinbildenden Schulen teils eher einem Slalomlauf denn einer geraden Linie.

Bis 2011 förderte die CDU als Regierungspartei die Werkrealschulen als Zukunftsmodell der Hauptschule. Auch im Kreis wurden viele Hauptschulen zu diesem Modell umgewandelt. Die Schulform soll Hauptschülern die Möglichkeit geben, die Mittlere Reife zu erreichen.

Seit 2011 steht Winfried Kretschmann mit den Grünen an der Spitze. Die grün-rote Landesregierung setzt auf die Gemeinschaftsschule und das Gymnasium als Zwei-Säulen-Schulsystem. Schüler mit Haupt-, Realschul- oder Gymnasial-Niveau werden von der ersten bis zur zehnten Klasse gemeinsam unterrichtet.

Im Schuljahr 2012/2013 starteten insgesamt 41 Gemeinschaftsschulen im Land. Eine davon war die Schule in Döffingen. Vor über fünf Jahren hat Grafenau seine Haupt- und Werkrealschule zu einer Gemeinschaftsschule umorganisiert. Damit war die Schule nicht nur mit eine der ersten im Kreis Böblingen, sondern auch landesweit eine der wenigen Schulen mit diesem Konzept. Für Rektor Bruno Metzger ging die Idee auf. Immer mehr Schüler kamen. Ein Anbau wurde nötig. Die Schule wird jetzt erweitert.

Da Grafenau keine Oberstufe hat und auch derzeit keine einrichten möchte und kann, hat die Schule mit dem Technischen Gymnasium der Gottlieb-Daimler-Schule in Sindelfingen eine Kooperation geschlossen.

Im Kreis Böblingen gibt es inzwischen 13 Gemeinschaftsschulen. Zum Schuljahr 2015/16 sind folgende Schulen genehmigt worden: die Ludwig-Uhland-Schule in Gärtringen, die Gemeinschaftsschule Goldberg in Sindelfingen und die Heinrich-Steinhöwel-Schule in Weil der Stadt. Zum Schuljahr 2016/17 möchte die Vogt-Heß-Schule in Herrenberg Gemeinschaftsschule werden.

Landesweit gab es zu Beginn dieses Schuljahres 271 öffentliche Gemeinschaftsschulen. Im Haushalt 2016 stehen 76,9 Millionen Euro für die Schulen im Land. Im nächsten Schuljahr zählt Baden-Württemberg 299 öffentliche Gemeinschaftsschulen.

Für die Zukunft dieser Schulart wird die Landtagswahl spannend. Die CDU hat bereits angekündigt, keine weiteren Gemeinschaftsschulen gründen zu wollen. –fs–