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Von unserer Mitarbeiterin Renate Lück · 22.01.2018

Der Hospizverein ist gegründet

Böblingen/Sindelfingen: Mit der Gründung des Vereins bekommt die Initiative zur Gründung eines stationären Hospizes feste Strukturen

Der Wunsch nach einem stationären Hospiz im Raum Böblingen/Sindelfingen lag förmlich in der Luft. Jetzt bekommt er Struktur: Am Samstag wurde der Hospizverein für die Region Böblingen/Sindelfingen gegründet.

Vor etwa einem Jahr machte sich eine kleine Gruppe um den Böblinger Stadtrat und ehemaligen SPD-Landtagsabgeordneten Florian Wahl auf den Weg, um Schwerstkranken und ihren Angehörigen den Weg nach Stuttgart zu ersparen und im Raum Böblingen/Sindelfingen eine Möglichkeit zu finden, wo Sterbende in Würde ihren letzten Weg gehen können. Es kamen viele Menschen zusammen, die aus eigener Erfahrung wissen, wie nötig dies ist. Die Ärzte der Onkologie in Böblingen und Sindelfingen befürworteten die Idee.

Nun gründeten 30 Personen den Verein, der mit den bestehenden Einrichtungen der Pflege-, Hospiz- und Palliativarbeit zusammenarbeiten will. Er soll interkonfessionell und parteiunabhängig und sowohl für die jüdische als auch muslimische Gemeinde offen sein. Alle engagieren sich ehrenamtlich.

Nachdem der Satzungsentwurf noch einmal durchgesprochen wurde, wählten die Gründungsmitglieder Vorstand und Beirat. Als erste Vorsitzende wurde Diplom-Pädagogin Martina Sieber gewählt, die beruflich beim Landeskriminalamt K Prävention betreibt. Ihr stehen drei Stellvertreter zur Seite, nämlich Diplom-Ingenieurin Maria Dries-Koblowsky, Projektmanagerin aus Böblingen, Elisabeth Kenntner-Scheible aus Mauren und Florian Wahl, Stadtrat in Böblingen.

Dr. Karl-Heinz Frank, der ein kleines IT-Unternehmen führt, wurde Protokollant und Gianfranco Paradisi Kämmerer. Als Pressesprecherin fungiert Beate Bartholomä, hauswirtschaftliche Leiterin im Haus an der Schwippe. Als Beisitzer bringen Andreas Senn, der 14 Jahre Klinikseelsorger war, Palliativmedizinerin Birgit Wohland-Braun und Lektorin Monica Wejwar ihre Erfahrungen ein.

Alles in allem also kompakte Fachkompetenz, denn alle Vorstandsmitglieder haben sich mit dem Thema schon intensiv befasst. Die beiden großen Kirchen sind im Vorstand vertreten – unter ihnen mit Elisabeth Kenntner-Scheible und Florian Wahl zwei Landessynodale – und beide Städte sandten Vertreter ihrer Verwaltungen.

Die frischgebackene Vorsitzende Martina Sieber war glücklich, „dass wir das so schnell hinbekommen haben“.

Als Mitglied schrieb sich auch Dekan Dr. Bernd Liebendörfer ein. Ob der Evangelische Diakonieverband und die Gesamtkirchengemeinde noch beitreten, muss in den Gremien abgestimmt werden.

Der Mitgliedsbeitrag für einzelne Personen beträgt 60 Euro im Jahr, der Mindestbeitrag für Organisationen 120 Euro. Am 13. März sollen beim nächsten Treffen die Arbeitsgruppen eingerichtet werden, damit die Arbeit ins Rollen kommt.

Info

Wer weitere Informationen möchte oder dem Verein beitreten will, kann sich unter ein.hospiz.fuer.uns@gmail.com per E-Mail melden.

Das Vorstandsteam des neu gegründeten Hospizvereins (von links): Monica Wejwar, Andreas Senn, Maria Dries-Koblowsky, Martina Sieber, Florian Wahl, Elisabeth Kenntner-Scheible, Birgit Wohland-Braun, Dr. Karl-Heinz Frank und Beate Bartholomä. Bild: Lück