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11.01.2018

Das Wahlergebnis nicht verstanden

zu: „Auf ein Neues“

(SZ/BZ vom 8. Januar)

In seinem Kommentar unterstellt Wolfgang Molitor FDP-Chef Lindner „sich eitel in die Nähe der falschen Gesellschaft, an die Spitze der Anti-Merkel-Stimmung zu setzen“. Wer Merkels absolutistischen Machtanspruch, ihren asymmetrischen Führungsstil und ihre politischen Fehlentscheidungen kritisiert, befindet sich also in der falschen Gesellschaft?

Neben einem höchst fragwürdigen Demokratieverständnis zeigt diese Aussage vor allem eins: Der Personenkult um Merkel durch Teile der Medien und die grundlose Glorifizierung ihrer Person, nimmt immer absurdere Züge an. Sie scheint vollständige Kritik-Immunität zu genießen.

Und das, obwohl sie rund eineinhalb Millionen Leute aus allen Weltgegenden ins Land bittet, die sie ohne Gegenleistung rundum von ihrem Staatsvolk versorgen lässt. Dann gegen jede geschichtliche Erfahrung dekretiert, Grenzen seien schlechterdings nicht zu schützen. Von Analphabeten behauptet, sie seien die zukünftigen Stützen des Sozialsystems eines hoch entwickelten Landes. Dem Herzstück der Wirtschaft ihres Landes, der Automobilindustrie, den Kampf ansagt. Mit einer dilettantischen Energiewende, die Strompreise in astronomische Höhen treibt und nebenbei die Energieversorgung ihres Landes gefährdet.

In monatelangen Verhandlungen keine Regierung gebacken kriegt, aber die mittlere Erdtemperatur im Jahr 2100 verlässlich zu regeln verspricht? Ganz nebenbei schränkt sie im Sommer 2017 zudem Bürgerrechte massiv ein, durch das Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) oder die Abschaffung des Gesetzes zum Schutz von Bankkunden.

Die DDR-Sozialisierung der großen Vorsitzenden tritt immer deutlicher und in erschreckender Weise ans Tageslicht. Sie konnte sich – anders als andere – nie richtig davon freimachen. Machterhalt mit einer diffus-linken Ausrichtung ist ihr einziges Ziel. Mit welcher Partei sie das erreicht, ist ihr egal.

Dazu passt auch, dass sie das Wahlergebnis vom September 2017 nie richtig verstanden hat, genau so wenig wie Wolfgang Molitor. Matthias König, Grafenau