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Von Peter Bausch · 22.04.2018

"Das Domo hat ein Wahnsinns-Potenzial"

Initiative Domo Novo für ein Bürger- und Kulturzentrum in der Sindelfinger Innenstadt öffnet zum vierten Mal die leer stehenden Gewerbeflächen im Domo

Der Sindelfinger Kulturhistoriker Klaus Philippscheck erklärt den Stellenwert des Domo-Gebäudes an der Schnittstelle zwischen Stiftsbezirk und Altstadt. Bild: P. Bausch

Was die Kunst des Improvisierens angeht, ist die Initiative Domo Novo in Sindelfingen schon heute gerüstet: Weil die Musik auf der Bühne im Erdgeschoss der ehemaligen Ladenflächen ausfällt, tanzen die VfL-Tanzgruppen eben draußen auf der Straße. Der Ton kommt aus der Bordanlage von einem Mercedes-Benz.

Gut und gern 200 Zuschauer haben die Kindertanz- und die Hiphop-Gruppe des VfL Sindelfingen, die ihren Auftritt draußen auf dem Gehweg vor dem einstigen Haupteingang zum 1972 eröffneten Domo-Gemeinschaftswarenhaus absolvieren. Die Premiere auf der eigens im Erdgeschoss aufgebauten Bühne feiern die Nachbarn von der Tanzschule Stage Dance, die seit Jahr und Tag im Erdgeschoss der Immobilie mit rund 70 Wohnungen und einem knappen Dutzend Gewerbeeinheiten ihr Domizil haben.
In das „verlorene Gebäude“ soll wieder Leben einziehen. Das ist die Idee, mit der Grünen-Altstadtrat Herbert Rödling 2014 in den Kommunalwahlkampf gezogen ist. „Es ist schade, dass wir nach vier Jahren immer noch nicht sehr weiter sind, aber mit der Zwischen-Etappe heute ist die Geschichte noch lange nicht am Ende“, sagt Herbert Rödling, der den Vorsitz der Initiative, die für ein Bürger- und Kulturzentrum im Domo kämpft, an Sabine Beyer abgegeben hat.
Die ehemalige Stadträtin der Freien Wähler bleibt optimistisch, obwohl der Leiter der Lenkungsgruppe, Kulturamtsleiter Horst Zecha, erst vor vier Wochen im Gemeinderat erneut empfohlen hat, als Standort für ein Bürger- und Kulturzentrum das Gelände der Alten AOK zu nehmen. In der Immobilie, die abgerissen werden soll, sind derzeit rund ein Dutzend Vereine, darunter der Stadtjugendring, untergebracht.
Premiere für Spielmobil
Britta Hoss vom Spielmobil des Stadtjugendrings, das am Samstag Programm für die Kinder vor dem Domo gemacht hat, würde am Liebsten schon morgen umziehen: „Ich habe zum ersten Mal die Räume innen gesehen. Es gibt hier ein Wahnsinns-Potenzial. Nicht nur für uns, sondern auch für viele andere Vereine und Gruppen in Sindelfingen.“

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