Nachrichten
Bilder
Videos
Abo-Service und Anzeigen
Themen und Portale

Job

Termine und Veranstaltungen
Über uns






Von unserem Mitarbeiter Heinz Richter · 23.09.2017

Bund bezahlt den Masterplan

Grafenau: Die Gemeinde setzt auf Ausbau des Glasfasernetzes

Um den Ausbau für ein flächendeckendes schnelles Internet voranzutreiben, können die Gemeinden eine Masterplanung zum Ausbau des Netzes in Auftrag geben, die der Bund zu 100 Prozent bezahlt. Grafenau ist eine der 21 von 26 Kommunen im Kreis Böblingen, die davon Gebrauch machen. Der Gemeinderat vergab jetzt den Planungsauftrag für knapp 30 000 Euro.

Ortsbaumeister Horst Bisinger trug vor, welche Daten für den Masterplan erfasst werden. Ziel ist es, das Glasfaserkabel bis in jedes Haus zu führen. Davon ist man jedoch noch weit entfernt. Bislang führen die Glasfaserkabel höchstens bis in die Verteilerkästen. Wer nahe genug daran wohnt, hat die schnellsten Verbindungsraten. Mit einem Glasfaserkabel bis direkt an den Hausanschluss würden sich enorme Geschwindigkeiten ergeben und auch ziemlich stabile Verbindungen. Für Firmen ist schon jetzt eine schnelle Internetverbindung ein wichtiger Standortfaktor.

Grafenau ist, wie der Ortsbaumeister im Gemeinderat vortrug, durch Kabel BW und Telekom mit Internetanschlüssen ganz gut versorgt. Der Masterplan wird genau auflisten, wo Verteilerkästen aufgestellt werden müssen und wie die Verbindungen verlaufen sollen.

Bürgermeister Martin Thüringer wies auf die neue Rechtslage hin. Während es bislang freiwillig war in Neubaugebieten und Straßenausbauten Leerrohre für das Glasfaserkabel zu verlegen, ergibt sich nun unter gewissen Voraussetzungen eine Pflicht.

Ortsbaumeister Horst Bisinger zeigte den Gemeinderäten auf, wie viel es kostet. Bei einem Leerrohr sind dies knapp 50 Euro pro laufendem Meter und bei zwei Leerrohren für wichtige Verbindungen sogar 75 Euro. Bei der Ringleitung der Stadtwerke Sindelfingen mit Gas hat die Gemeinde Leerrohre eingelegt, auch in der Rosenstraße. In der Blumenstraße wurde darauf verzichtet. Richtig teuer wird es aber erst, wenn der jetzt in Auftrag gegebene Masterplan umgesetzt wird. Für diese Arbeiten gibt es für Grafenau, zumindest nach bisheriger Rechtslage, keinen Zuschuss, weil sich Grafenau in einem „Verdichtungsraum“ befindet.