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Von unserem Redaktionsmitglied Daniel Bilaniuk · 22.10.2016

Bahnhofstraße bekommt die Note 2,3

SZ/BZ-Bürgerbarometer (8): Die Böblinger zieht es zum Einkaufsbummel öfter in die Innenstadt / Bei der Freizeitgestaltung bleiben die Böblinger Seen das beliebteste Ziel

Die Böblinger Innenstadt wird bei den Bürgern immer beliebter. Vor allem die neu gestaltete Bahnhofstraße, die im Mai 2015 eröffnet wurde, wird von den Menschen laut dem SZ/BZ-Bürgerbarometer immer öfter zum Einkaufen genutzt. In ihrer Freizeit zieht es die Böblinger am liebsten an die zwei Seen im Stadtzentrum.

Geht es nach Schulnote, kann die neu gestaltete Bahnhofstraße mit dem Ergebnis zufrieden sein. 57 Prozent der 314 befragten Böblinger im SZ/BZ-Bürgerbarometer geben der 2015 neu eröffneten Einkaufsmeile die Note „Zwei“. 13 Prozent gefällt es dort so gut, dass sie die Note „Eins“ vergeben. 19 Prozent entscheiden sich für eine „Drei“, acht Prozent für die „Vier“. Gar nicht wohl fühlen sich nur drei Prozent, die die Note „Fünf“ und „Sechs“ vergeben. Im Durchschnitt bekommt die Bahnhofstraße eine 2,3.

Die positive Wahrnehmung wirkt sich auch bei der Anzahl der Kunden aus. Kauften beim letzten Bürgerbarometer 2013 62 der Befragten am häufigsten in der Böblinger Innenstadt ein, waren es 2016 insgesamt 90 Personen, die in der Bahnhofstraße, den Mercaden oder dem City-Center auf Shoppingtour gingen. Insgesamt 37 Prozent der Bürger gaben an, in den rund 100 Geschäften der Mercaden regelmäßig einkaufen zu gehen, 63 Prozent tun das nicht.

Die Böblinger Innenstadt rund um die Bahnhofstraße hat aus Sicht der Befragten in vielen Punkten eine positive Entwicklung genommen. Fast zwei Drittel der Umfrageteilnehmer sind jetzt mit der Freundlichkeit und dem Service der Verkäufer zufrieden.

Auch das erweiterte Parkplatzangebot in der Innenstadt kommt bei den Leuten an. Während 2013 fast die Hälfte der Befragten damit unzufrieden war, sind es jetzt nur noch 26,7 Prozent. Auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommt man aus Sicht von zwei Dritteln der Böblinger gut ins Stadtzentrum.

Obwohl die Innenstadt zum Einkaufen laut Umfragewerten beliebter wird, sind die Leute nicht mit allem einverstanden. So sind 34,1 Prozent nicht glücklich mit der Auswahl an Geschäften, 14,7 Prozent sind damit überhaupt nicht einverstanden. Zufrieden mit der Auswahl an Läden sind nur noch rund ein Drittel der Befragten, beim Bürgerbarometer 2013 waren es noch 45 Prozent gewesen.

Auch bei der angebotenen Qualität sind die Böblinger kritischer geworden. Während beim Bürgerbarometer 2013 noch 57,3 Prozent der 314 befragten Leute mit der Qualität der verschiedenen Waren einverstanden waren, sind es bei der Umfrage 2013 nur noch etwas mehr als 39 Prozent.

In der Frage, wie man ihren Schlossbergring attraktiver machen könnte, haben die Böblinger verschiedene Ideen. Primär wünschen sie sich ein Mehr an neuen Geschäften und Einkaufsmöglichkeiten. Auch Cafés oder Restaurants könnten dort aus Sicht der Befragten für mehr Leben sorgen.

In Sachen Freizeitgestaltung bleiben die Böblinger Seen das mit Abstand beliebteste Ziel der Bürger. 134 der Befragten zieht es zum Erholen dorthin. Egal ob ein paar ruhigere Minuten auf der Parkbank, das Treffen mit Freunden auf den Steinstufen oder der Latte Macchiato auf dem Elbenplatz – hier fühlt sich der Böblinger rundum wohl.

Erholung im Wald suchen dagegen weniger. Zog es bei der Umfrage 2013 noch 64 der Befragten in die Waldgebiete des Schönbuchs, waren es 2016 nur noch 28. Immer beliebter dagegen werden Kulturveranstaltungen. Gaben vor drei Jahren 36 Personen an, regelmäßig Theatervorstellungen oder Konzerte zu besuchen, sind es beim diesjährigen Bürgerbarometer 50 der Umfrageteilnehmer. Auch der Kinobesuch erfreut sich in Böblingen wieder wachsender Beliebtheit.

Gegen den allgemeinen Trend sind die Zahlen in Sachen Vereinsarbeit. Während 2013 noch 20 der Befragten ihre Freizeit dort verbrachten, sind es beim SZ/BZ-Bürgerbarometer inzwischen 32.

Die Böblinger Bahnhofstraße wird von den Leuten als Möglichkeit zum Einkaufen immer öfter genutzt. Bild: Bilaniuk, Grafik: Buscemi