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Von unserem Redakteur Roman Steiner · 07.08.2017

Auf Du und Du mit dem Dromedar

SZ/BZ-Sommertour: Zu Gast bei zahmen Dromedaren und Lamas bei Miriam Herz und ihren „Kamelen mit Herz“ in Gärtringen

Was mögen das bloß für Tiere sein? Sie heißen Ashanti, Marisha, Sharifa, Lady Shakarri, Maharadscha Amir, Malia Mariama und Malika Sushana. Cassandra, Cleopatra, Contessa Hikarri, Madame Ninja, Casanova und „Caiana“ Satinka. Es handelt sich um Kamele. Genauer gesagt um sieben Dromedare und sechs Lamas. So wie auch Trampeltiere und Alpakas gehören sie zu den Kamelen. Zu finden sind sie bei Miriam Herz und ihrem Team bei den Gärtringer Waldhöfen – bei den „Kamelen mit Herz“.

Anfangs sind die Kinder noch ein wenig scheu, doch die kleine Gruppe bekommt Bürsten in die Hand und darf gleich loslegen. Schnell ist der Kontakt zur Kreatur hergestellt und die Kinderschar, die an diesem Nachmittag zu Gast ist, wird immer lebendiger.

„Wir sind im elften Jahr“, sagt Miriam Herz über ihren Kamelhof. „Als ausgebildete Landwirtin, Technikerin der Landwirtschaft und Diplom-Ingenieurin der Agrarwirtschaft, besitze ich eine 15-jährige Erfahrung im Umgang mit Kamelen, insbesondere mit Dromedaren“, sagt Miriam Herz. Mit Unterstützung durch Mutter Heidi Herz und Vater Rudolf Herz sowie jugendlichen Helfern kümmert sie sich um das Wohlergehen der hierzulande außergewöhnlichen Tiere.

„Unsere Dromedare können frei entscheiden, ob sie sich im Stall oder auf der Koppel aufhalten möchten. Für jede Gruppe ist ein Sandhaufen angelegt, der der Körperpflege dient, aber auch gerne für ein Nickerchen genutzt wird“, sagt Miriam Herz. „Unsere Lamas haben ihre Koppeln auf unseren Obstbaumwiesen. Dadurch haben die Lamas im Sommer natürlichen Baumschatten. Zudem dürfen die Tiere ein paar Stunden am Tag auf eine weitere große Baumwiese zum Grasen.“

Doch die Hege und Pflege der Kamele ist kein Selbstzweck bei den „Kamelen mit Herz“. Die Tiere können für Firmenfeste oder Events gemietet werden, ebenso können Schulklassen und Schülergruppen mit den zutraulichen Tieren einen außergewöhnlichen Tag verbringen. Das Gleiche gilt für Vereine oder Seniorengruppen, Familienfeste oder Kindergeburtstage sind ebenfalls willkommen. Auch Kamelreiten oder Fahrten in einer kleinen Kutsche – einem Sulky – kommen bei Groß und Klein immer an. Zahlreiche Anregungen und Vorschläge stehen unter www.kamele-mit-herz.de im Internet, hier kann auch der Kontakt aufgenommen werden.

Momentan ist die sonst übliche Zufahrt zu den Waldhöfen wegen Bauarbeiten nicht möglich, doch eine Umleitung führt durch Gärtringen durch, an einer Abzweigung, die über die Felder führt, steht ein Hinweisschild „Zu den Waldhöfen“. Wenn man beim Landgasthaus „Heahrhäusle“ angekommen ist, sind die Kamele mit Herz nur noch 50 Meter entfernt.

SZ/BZ-Redakteur Roman Steiner war seit Jahrzehnten in keinem Zirkus mehr und war überrascht von der friedlichen Ausstrahlung, die speziell von den Dromedaren ausgeht.