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Von unserem Redaktionsmitglied Pia Rothacker · 04.12.2013

Abteilung Jazzdance-Style (TSC) Sindelfingen hat keine Nachwuchs-Sorgen

Aus Vereinen: Die Abteilung Jazzdance-Style des Tanzsportclubs (TSC) Sindelfingen im VfL Sindelfingen hat keine Sorgen um den Nachwuchs/ SZ/BZ-Serie „Bluten die Vereine aus?“ (Teil 9)

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ong>Geburtenrückgang, die Einführung der Ganztagsschulen und die wachsende Konkurrenz – die Abteilung Jazzdance-Style des TSC Sindelfingen spürt einen leichten Rückgang der Mitglieder. „Wir haben das aber rechtzeitig erkannt und steuern nun gezielter dagegen an“, sagt Britta Sigmund, Trainerin der Erwachsenen-Jazzdance-Gruppe.

Die Teilnehmer-Warteliste gibt einen ersten Hinweis darauf, dass es um den Nachwuchs der Jazzdance-Style-Abteilung lange nicht mehr so gut bestellt ist, wie das früher war: „Vor ein paar Jahren standen immer rund 100 Kinder auf der Warteliste. Heute sind es um die zehn“, sagt Trainerin Britta Sigmund (Bild: z). Dass es die Sportvereine schwer haben neue Mitglieder zu finden, hat auch die Jazzdance-Style-Abteilung erkannt.

Allerdings macht man sich beim TSC Sindelfingen keine Sorgen um den Nachwuchs. „Zum Vergleich: Heute tanzen rund 300 Kinder in unserer Abteilung, vor ein paar Jahren waren es rund 350. Ein Rückgang ist spürbar, aber es hält sich in Grenzen“, sagt Britta Sigmund. Aktuell hat die Jazzdance-Abteilung 16 Kinder-, Jugend- und Erwachsenengruppen und eine Kinder-Tanzgruppe für Kinder ab drei Jahren. Trainiert wird im Spiegelsaal des Glaspalastes Sindelfingen und im TSC Vereinsheim.

Britta Sigmund vermutet, dass die Ganztagsschule einen Teil dieses Rückgangs verursacht. Die Kinder verbringen mehr Zeit in der Schule – freie Nachmittage werden rar. „Umso wichtiger ist es für uns Trainer, noch flexiblere Trainingszeiten anzubieten“, so Britta Sigmund. Dazu gehöre auch, dass ein Kind jederzeit in eine andere Gruppe wechseln kann.

Vor allem bei den Jugendlichen, die mit dem Abitur fertig sind, gibt es öfter Abgänge. „Zum Beispiel, wenn das Studium in einer anderen Stadt ansteht“, so Britta Sigmund. Umso mehr freut es sie, dass die große Mehrheit auch nach dem Abitur dem TSC treu bleibt. „Das zeigt uns, dass sich die Jugendlichen mit dem Verein verbunden fühlen und sich damit identifizieren “, so Sigmund, die selber Trainerin der Erwachsenen-Jazzdance-Gruppe für die Altersklasse 18 bis 30 ist. „Einige tanzen bei mir in der Gruppe, seit sie sechs Jahre alt sind.“ Vor ein paar Jahren war sie selber Trainerin von fünf Gruppen. „Wenn die Gruppen aber kleiner werden und man am Ende nur noch zu fünft ist, ist es für alle sinnvoller, die Gruppen altersgerecht zusammenzulegen“, sagt die zweifache Mutter.

Auch die größer werdende Konkurrenz wird in der Jazz-Abteilung wahrgenommen. Britta Sigmund sieht in dieser Hinsicht vor allem die Tanzschule Bode in Böblingen als Mitstreiter, was das Tanzangebot im Landkreis angeht. Weshalb dennoch viele Kinder und Jugendliche beim TSC bleiben? Es sei besonders das Gemeinschaftsgefühl, das die Kinder und Jugendlichen bewegt, auch bei viel Lern- und Alltagsstress nicht mit dem Jazzdance aufzuhören. „Wir bieten für unsere Mitglieder außerdem zusätzliche Aktionen an, wie neulich die Halloween-Party im Jugendcafé oder das Kindersommerfest. Bei uns geht es nicht nur ums Tanzen“, sagt Britta Sigmund.

Die leise Befürchtung mancher, eintreten könne nur, wer bereits gut tanzen kann, widerlegt Britta Sigmund: „Auch wenn wir keine reinen Anfängergruppen haben, kommen alle Neuen in der Regel nach ein paar Wochen schnell rein ins Training.“ Für echte Tanz-Neulinge haben sich die acht Jazzdance-Trainerinnen etwas überlegt: Bei Schnupperkursen gibt es die Möglichkeit, bei kostenlosen Workshops und Tanzvorführungen die Abteilung kennenzulernen: „So etwas kommt draußen gut an. In Bezug auf die Nachwuchsgewinnung sind solche Aktionen allerdings gar nicht so relevant, wie wir anfangs dachten.“

Es seien neben der traditionellen Mund-zu-Mund-Propaganda vor allem die öffentlichen Auftritte, die für Neuanmeldungen sorgen. Dazu zählen die aufwändigen Shows in der Stadthalle ebenso wie Auftritte bei diversen Sonderveranstaltungen. Dauerbrenner ist und bleibt nach wie vor das Internationale Straßenfest. „Danach haben wir immer mit Abstand die meisten Neuanmeldungen“, so Britta Sigmund. Die Tanzeinlagen sind seit Jahren fester Bestandteil des Bühnenprogramms. Auch dieses Jahr waren wieder mehr als 150 Tänzer über zwei Tage verteilt am Start und zeigten ihre Choreografien.

Info

Weitere Informationen über die Jazzdance-Style-Abteilung des TSC im VfL Sindelfingen gibt es auch auf der Seite www.tanzsportclub.vfl-sindelfingen.de im Internet.