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18.03.2019

A81: 16 Kilometer Stau nach Massenkarambolage

Drei Schwer- und drei Leichtverletzte sowie ein Sachschaden von etwa 120.000 Euro forderte am Montagmorgen ein Verkehrsunfall, der sich gegen 7.10 Uhr auf der A81 zwischen Rottenburg und Herrenberg ereignete.

Auf dem rechten von insgesamt zwei Fahrstreifen in Richtung Stuttgart standen beziehungsweise rollten am Stauende hintereinander zwei Mercedes-Fahrer im Alter von 43 und 19 Jahren sowie eine 68 Jahre alte Audi-Fahrerin. Zeitgleich befanden sich auf dem linken Fahrstreifen eine 25 Jahre alte Fiat-Fahrerin und ein 46-jähriger BMW-Fahrer, die ebenfalls am Stauende standen oder noch rollten.

Vermutlich aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit bemerkte dies ein nachfolgender 34-Jähriger zu spät und fuhr mit einem Mercedes-Sprinter auf den Audi der 68 Jahre alten Frau auf. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Audi zunächst nach links auf den BMW, anschließend nach rechts auf den Mercedes des 19-Jährigen katapultiert und schließlich noch nach links gegen den Fiat geschleudert. Durch den Zusammenstoß wurde der Mercedes des jungen Mannes auf den Mercedes des 43-Jährigen geschoben, der dann nach links abgewiesen wurde und auf dem linken Fahrstreifen zum Stehen kam.  Nachdem der 34-jährige Sprinter-Fahrer auf den Audi aufgefahren war, prallte er im fast 90-Grad-Winkel zwischen dem Fiat und dem 43-jährigen Mercedes-Fahrer auf dem linken Fahrstreifen gegen die Leitplanke.

Der 34-jährige Fahrer, sein 45 Jahre alter Beifahrer sowie die 68 Jahre alte BMW-Fahrerin erlitten durch den Unfall schwere Verletzungen. Der 34-Jährige wurde im Anschluss mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Die zwei weiteren Schwerverletzten wurden ebenfalls in Krankenhäuser gebracht. Darüber hinaus zogen sich der 46-jährige BMW-Fahrer und sein 50 Jahre alter Beifahrer sowie der 19-jährige Mercedes-Fahrer leichte Verletzungen zu. Der Rettungsdienst, der mit 12 Kräften und 3 Fahrzeugen sowie einem Notarztwagen und einem Rettungshubschrauber im Einsatz waren, kümmerte sich vor Ort um alle Verletzten. Darüber hinaus befand sich die Freiwillige Feuerwehr Ergenzingen im Einsatz. 5 der insgesamt 6 Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden.

Im Zuge der Unfallaufnahme und der Bergungsarbeiten musste die zweispurige Autobahn zeitweise voll gesperrt werden. Die Autobahnmeisterei Herrenberg hat diesbezüglich den Verkehr an der Anschlussstelle Rottenburg ausgeleitet. Gegen 9.10 Uhr konnte zumindest der Standstreifen wieder freigegeben und der Verkehr an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden. Nachdem noch umfangreiche Reinigungsmaßnahmen durchgeführt worden sind, wurde die Teilsperrung letztendlich gegen 11.30 Uhr aufgehoben. Es bildete sich ein Rückstau von etwa 16 Kilometern (Bild: SDMG / Dettenmeyer).