Nachrichten
Bilder
Videos
Abo-Service und Anzeigen
Themen und Portale

Job

Termine und Veranstaltungen
Über uns






Von unserem Mitarbeiter Uli Meyer · 12.02.2018

Zwischen Hoffen und Bangen

Hockey – 2. Regionalliga: SVB ist jetzt auf Schützenhilfe angewiesen

Die lange Zeit ordentlich verlaufende Hallensaison in der 2. Regionalliga droht für Aufsteiger SV Böblingen doch noch ins Fiasko abzugleiten. Nach der 5:6-Heimniederlage gegen Angstgegner SSV Ulm droht der Abstieg. Am letzten Spieltag in zwei Wochen hat die SVB ihren Ligaverbleib nicht mehr in eigener Hand.

Läuft es nicht richtig, spielt dann oft auch der Unparteiische nicht wie gewünscht mit. Als beim Stand von 4:5 aus Sicht der anrennenden Böblinger bei einem gegnerischen Konter der Ulmer Stürmer den Ball bei der Annahme eigentlich regelwidrig hoch abspringen ließ, blieb die Pfeife der Schiedsrichter stumm. Sekundenbruchteile später lag der Ball im verwaisten SVB-Gehäuse. „Dieses 4:6 hätte nicht anerkannt werden dürfen. Dann hätte es uns vielleicht noch zu einem Unentschieden gereicht“, ärgerte sich Böblingens Spielertrainer Lorenz Held.

Das sechste Gegentor rund 100 Sekunden vor Ende machte Ulm unterm Strich zum Sieger. Mehr als das 5:6 durch Jona Meyer in der Schlussminute war für die Hausherren nicht drin. Der 20-Jährige hatte zuvor mit zwei verwandelten Strafecken (56./57.) das Böblinger Überzahlspiel ohne Torwart veredelt und damit die Hoffnungen genährt, einen lange Zeit verkorksten Auftritt noch zu einem guten Ende führen zu können.

Nach einer knappen Viertelstunde lag Böblingen, das erstmals wieder Christopher Groß nach überstandener Schulterverletzung aufbieten konnte, schon 0:2 zurück. Moritz Tanneberger erzielte den Anschlusstreffer (21.). Nach 44 Minuten schien beim Stand von 1:5 schon alles verloren. Moritz Tannebergers zweiter Treffer (49.) und die Entscheidung von Lorenz Held, sieben Minuten vor Schluss den Torwart Marius Graf für einen weiteren Feldspieler vom Platz zu nehmen, brachten Spannung zurück.

„Ulm hat verdient gewonnen. Sie haben besser Hockey gespielt als wir“, sagt Lorenz Held. Vor dem Abschlussspieltag am 25. Februar liegt die SV Böblingen mit 16 Punkten auf einem Abstiegsplatz. Der punktgleiche ASV München hat eine um vier Treffer bessere Tordifferenz, und auch der Tabellenvorletzte TB Erlangen kann theoretisch noch den Kopf aus der Schlinge ziehen. Böblingen muss im Auswärtsspiel beim Mannheimer HC II Zählbares einfahren und hoffen, dass gleichzeitig die Konkurrenten im besten Fall nichts holen.

SV Böblingen: Graf, L. Panagis, Held, Scheufele, Schamal, Kranz, Tanneberger, Meyer, Schlichtig, M. Panagis, Groß.