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Von unserem Redakteur Hansjörg Jung · 21.07.2011

Zweitbestes Ergebnis der Therme

Böblingen: Die städtischen Töchter legen im Gemeinderat ihre Jahresabschlüsse vor

Die Kapriolen der städtischen Töchter in Böblingen halten sich in Grenzen, am meisten finden im Rat und der Verwaltung wohl die Therme und die Böblinger Baugesellschaft (BBG) gefallen: Diese beiden kosten keine Aussteuer, sie bringen der Stadt zum Teil sogar Geld.

Rund 2,5 Millionen Euro hat die BBG im letzten Jahr in ihren Bestand investiert, um die Wohnungen und Gebäude in Schuss zu halten und vermehrt auch Energie einzusparen, schließlich sollen sich steigende Energiekosten nicht zu einer „zweiten Miete“ entwickeln. Derzeit verfügt die BBG über 1138 eigene Mietwohnungen. Und der Bedarf an Wohnungen steigt.

Bauabteilung ausgelastet

Deshalb ging die BBG 2010 auch neue Projekte an: So wurde in der Talstraße für ein Gebäude mit elf Mietwohnungen und einer Kindertagesstätte im November Richtfest gefeiert. Außerdem wird der Wohnpark am Stadtgarten, für den im letzten Jahr das Grundstück gekauft wurde und wo derzeit schon die Bagger wühlen, in der Bauabteilung der BBG für genügend Arbeit sorgen. Am Jahresende schloss die BBG mit einem Überschuss von rund 186 000 Euro ab, mehr als erwartet. Der Bilanzgewinn von knapp 168 000 Euro fließt in die Rücklagen.

Noch hübscher als die BBG ist die Mineraltherme. Geschäftsführer Rolf Dettinger spricht von einem „sehr erfreulichen Jahr“, das alle Erwartungen übertroffen hat. Denn: Trotz des Umbaus im Saunagarten, der mit rund 1,3 Millionen Euro zu Buche schlug, kamen im letzten Jahr 445 000 Besucher an den Hexenbuckel – das zweitbeste Ergebnis seit bestehen des Badetempels. So floss eine Pacht in Höhe von 263 000 Euro in die Stadtkasse. Rolf Dettinger möchte den erfolgreichen Kurs beibehalten. Sein Ziel: Wenn die Therme 2014 ihr 25-jähriges Jubiläum feiert, sollen alle Instandhaltungen und Erweiterungen aus eigener Tasche bezahlt sein und das Bad sich als attraktive Anlage ohne Mängel präsentieren.

In den letzten Zügen liegt die CCB. Seit sie vor zweieinhalb Jahren den Betrieb eingestellt und die Geschäfte an die CCBS übertragen hat, wurden noch Altlasten abgearbeitet. Die schlugen 2010 mit einem Manko von rund 107 000 Euro zu Buche. Die CCB soll im Laufe dieses Jahres liquidiert werden. Auch die Nachfolgegesellschaft, die CCBS, hat trotz aller Konsolidierungsmaßnahmen eine Deckungslücke von rund 1,3 Millionen Euro in beiden Häusern – das bedeutet einen Zuschuss von rund 682 000 Euro aus der Böblinger Stadtkasse. Allerdings ist Geschäftsführer Georg Sommer zuversichtlich: „Eine weitere und nachhaltige Ergebnisverbesserung wird in den kommenden Jahren durch ein wachsendes Potenzial an Besuchern, durch eine hohe Auslastung an Tagungen und kommerziellen Veranstaltungen und eine weitere Hebung von Synergien und Potenzialen erwartet“.

Kleiner als erwartet fällt der Jahresfehlbetrag mit rund 207 000 Euro bei der Fernwärmetransportgesellschaft aus. Das gemeinsame Unternehmen der beiden Nachbarstädte braucht jedoch einen neuen Kredit, dafür übernehmen die Mütter eine Ausfallbürgschaft in Höhe von je 678 000 Euro.

Viel Arbeit für die BBG: die Baustelle am Sporthallen-Areal. Bild: Müller