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Von unserem Mitarbeiter 
Berkan Cakir · 23.06.2019

Zu Besuch bei Kröte, Frosch und Co.

Böblingen: Der ehemaligem Panzerübungsplatz der US-Army ist ein Idyll und ein Lebensraum für vom Aussterben bedrohte Kleintiere und Insekten geworden

schmuddeliges-paradies-amphibien-mogens-so Bild: Umweltschutzabteilung US-Army

Fast verschüchtert streckt die kleine Gelbbauchunke für eine kurze Sekunde ihr Köpfchen aus dem trüben Wasser. Als sie merkt, dass sie nicht allein ist und beobachtet wird, huscht sie zurück in die Tiefe. „Die kommt gleich wieder“, sagt Inga Gebhard von der Umweltschutzabteilung der US-Army in Stuttgart, „Irgendwann muss sie wieder Luft holen.“Aber außer dem Nieselregen, der die Wasseroberfläche zum Zittern bringt, rührt sich nichts. Die Unke hält sich hartnäckigversteckt.



Wenn der Storch kommt ....


Das ist eigentlich nicht die gewöhnliche Reaktion der kleinen Amphibie auf potenzielle Gefahr.„Wenn ein Storch sich auf sie stürzt, springt sie auf den Rücken und zeigt ihr gelbes Bäuchlein“, sagt Gebhard. Die knallige Farbe signalisiert dem Feind: Wenn du mich frisst, wird es unangenehm für dich. Störchen begegnet die Gelbbauchunke hier öfter. Menschen hingegen eher nicht.


Der kleine Froschlurch lebt mit vielen anderen bedrohten Arten in den matschigen Tümpeln des ehemaligen Panzerübungsplatzes der US-Army, die sich unweit der Böblinger Panzerkaserne befinden. Der Zutritt zu diesem Gebiet ist für normale Bürger strengstens verboten. Noch Anfang der 1990er Jahren probte die amerikanische Armee auf dem 600 Hektar großen Areal ihre Panzermanöver.



Der komplette steht am Montag in der SZ/BZ und auf www.szbz.de