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Von unserem Mitarbeiter Bernd Heiden · 24.05.2019

Zebragold statt Zebrastreifen

Sindelfingen: Am 31. Mai und 1. Juni laufen die Halbfinals für das Biennale-Kleinkunstfestival „Das goldene Zebra“ – 12 Kandidaten aus ganz Deutschland und der Schweiz werden ins Rennen gehen

  • Die Sindelfinger Famgang und die NiN-Studios sind mit dem Song #Montag im Halbfinale. Bild: z

  • Liederwmacher Roger Stein ist in der Region kein Unbekannter. Bild: Simone Hofmann

Wer Sindelfingen und Zebra zusammendenkt, der denkt sich bislang meist dazu die Ergänzung „Streifen“. Denn die Zebrastreifen aus dem kostbaren Carrara-Marmor fehlten nie, wenn überregionale Medien über die Stadt berichteten und ein Symbol für den einst sagenhaften Reichtum der Stadt suchten. Nun stehen die Chancen gut, dass die eherne Assoziation Sindelfingen-Zebrastreifen in den Köpfen gesprengt wird. Denn der kommenden Biennale sei dank, die Stadt bekommt ein neues Zebra: „Das goldene Zebra“ heißt ein Kleinkunstwettbewerb, für den schon kommendes Wochenende, am 31. Mai und 1. Juni die Halbfinals im Jugendhaus Süd anstehen.

Leonie Rothacker und Marc Hugger sind die beiden Vorstandsmitglieder vom Verein Biennale Co., die federführend diesen Wettbewerb aus der Taufe gehoben haben. Die Idee für solch einen Wettbewerb tauchte freilich schon im Dunstkreis der 1. Biennale 2015 auf. Ein Kleinstkuntwettbewerb wäre ein gutes Format, um Externe und Bekannte zusammen zu bringen und die Biennale auch überregional bekannt zu machen, erläutert Leonie Rothacker die damaligen Überlegungen. Aber mangels zeitlichem Vorlauf wurde vor 4 Jahren damals ebensowenig etwas daraus wie zur 2. Biennale 2017. Im vergangenen Herbst nun haben sie damit begonnen, den Wettbewerb anzuleiern.


Maike Meyer stellte mit Sänger Johannes Held, Leiter des Sindelfinger Kunstliedfestivals „Zwerg“, Ingo Sika, Schauspieler, Regisseur und Chef der Jungen Bühne, Kulturamtsleiter Horst Zecha, dem Regisseur, Choreograf und Musicaldarsteller Torsten Moll, dem Choreograf und Tänzer Pascal Sangl und Eberhard Riese, Vorsitzender des magischen Zirkels Deutschland eine Jury zusammen, in der nicht zufällig ein breit gefächertes Kompetenzspektrum versammelt ist: Es war klar, dass der Wettbewerb sehr offen ausgeschrieben werden sollte, entsprechend der Festival-Idee. „Die Philosophie der Biennale war, verschiedene Arten der Kunst miteinander zu verbinden“, sagt Leonie Rothacker.


Und diese Philosophie soll in den Wettbewerb übertragen werden. Das ist erst einmal gelungen. Bis zur Bewerbungsfrist am 15. Februar gingen über 60 Bewerbungen per Video aus ganz Deutschland und den deutschsprachigen Nachbarländern ein. Ein Drittel davon waren Kabarett-Formate, erzählt Marc Hugger. Der Rest reichte von Tanz über Gesang bis zur ungewöhnlichen Kombination Clownerie mit Magie. Die erste Auswahl aus diesem bunten Haufen oblag einem unbekannten Publikum: Über Facebook wurde ein Online-Voting geschaltet. Daran beteiligten sich etwa 2000 Leute. „Beeindruckend“, sagt Marc Hugger. Die immense Bewerber- und Voting-Resonanz hat Gründe.


Aus allen 12 Halbfinalisten wählen Jury und Publikum gemeinsam die 6 Finalisten aus, die sich dann während der Biennale am 27. Juli im Odeon um die 7000 Euro Preisgeld und die Trophäe, das goldene Zebra, mit ihren Auftritten bewerben.



Der komplette Artikel steht am Samstag in der SZ/BZ und auf www.szbz.de



Die Halbfinalteilnehmer des Sindelfinger Beinnale-Kleinkunstwettbewerbs „Das goldene Zebra“ im Jugendhaus Süd: Carolin Seeger und Christoph Schlewinski aus Nordrhein-Westfalen mit dem Comedy-Kabarett-Format „Fußpflege Deluxe – Dresdner Satirepreis“; Timo Lesniewski aus Niedersachsen mit seiner Clown-Magie-Show „Magic“; Jakob Mathias und Kristin Backes aus dem Saarland mit der Zaubershow „Manchmal“; Liedermacher und Pianist Roger Stein aus der Schweiz mit „Roger Stein – Volxmusik“; Claudius Bruns aus Sachsen mit Klavier-Kabarett bei „Meega Krass – Man muss es spüren!“; Diee Rapper Yasin Mutlu, Chris und Norman Scarinci, Joel Bhatti und Band aus Sindelingen mit „Montag“; Florian Lehmüller un Carmen Lück aus Bayern mit der Akrobatikshow „Thalia“; Jonas Greiner aus Bayern mit Comedy bei „Jonas Greiner – In voller Länge“; Oliver Arnold und Peter Bogowsky aus Wernau mit schwäbischem Pop bei „DesDuo“; Richard Fuchs mit der Vokalperformance „I'm a Star“; Moritz Wendler und seine Partnerin aus Bayern mit einer Artistikshow; Vanessa Maurischat aus Berlin mit Kabarett.


Freitag, 31. Mai und Samstag 1. Juni mit je sechs Kandidaten, die Ergebnisse aus Jury und Publikumsvoting werden am zweiten Halbfinalabend bekannt gegeben, Jugendhaus Süd, Schwertstraße 11/1, Sindelfingen, Beginn jeweils 19 Uhr.