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Von unserem Mitarbeiter Bernd Heiden · 29.05.2020

„Wir sind wirklich am Anschlag“

Sindelfingen: Kita-Leitungen kriegen Unmut von Eltern zu spüren

Nach neuen Studien soll auf das Abstandsgebot bei Kindern bis zehn Jahre verzichtet werden. Bild: Adobe Stock / Very Ulissa

Nach Wochen geschlossener Kitas und Schulen liegen bei manchen Eltern die Nerven mittlerweile blank. Das wurde deutlich in der kurzfristig einberufenen Sitzung des Ausschusses für Bildung und Betreuung, in dem die Sindelfinger Verwaltung über den aktuellen Stand an Kitas und Schulen informierte.

Von 2200 in städtischen Kitas angemeldeten Kindern werden derzeit 1500 im reduzierten Regelbetrieb betreut, erklärt Christian Gangl. „Uns ist klar, dass wir dabei nicht allen Erwartungshaltungen vollständig entsprechen können“, äußert er Verständnis, dass bei dem aktuell rollierenden System nicht alle Eltern zufrieden seien. Schade sei allerdings, so der Erste Bürgermeister, wenn deshalb Kita-Leitungen in unangemessener Weise angegangen werden.

 

Zuvor hatte Andrea Ragnit, Abteilungsleiterin Kinderbetreuung die Vorfälle genauer eingeordnet: Nach Schließung der Kitas und Einrichtung einer eingeschränkten Notbetreuung am 17. März wurde später das Notangebot ausgeweitet. Waren zu Beginn 15 Kinder in der Notbetreuung, seien es derzeit 212.

 

 

Nach weiteren Verordnungsänderungen wurde am 25. Mai der reduzierte Regelbetrieb eingeführt. „Es herrschte überwiegend große Freude des Wiedersehens“, so Andrea Ragnit. Einzelne Eltern seien allerdings enttäuscht gewesen über das unangemessene Angebot und seien dabei Kita-Leitungen angegangen.

 

 

Beim derzeit rollierenden System, erklärt Ragnit, werde Betreuung von 8 bis 14 Uhr angeboten. Ziel sei Kindern in der einen Woche 2, in der Folgewoche den Kitabesuch an 3 Tagen zu ermöglichen. Oder alternativ 10 Kita-Tage in 6 Wochen. Als größtes Hemmnis für ein komplettes Wiederhochfahren der Kitabetriebe nennt sie Einhaltung der Abstandsregeln und Schutz von Risikogruppen, zu denen 67 ihrer Mitarbeiter zählten.

 

 

Wie Andrea Ragnit, so hatte auch der Abteilungsleiter Schulen Daniel Kniesel wegen kurzfristiger Ausschuss-Einberufung kaum Zeit, seinen Vortrag zum aktuellen Stand an Sindelfinger Schulen vorzubereiten. Und mitten in ihre Vorbereitung schneite die Bekanntmachung des Kultusministeriums, dass bis Ende Juni, Anfang Juli Kitas und Grundschulen wieder vollständig geöffnet werden sollen, da nach neuesten Studien auf Abstandsgebote bei Kindern bis 10 Jahre verzichtet werden kann.

 

 

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