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Philipp Hamann · 20.03.2020

"Wir können den Stall nicht einfach zusperren"

Reiten: Die Vereine in Böblingen und Sindelfingen haben wegen des Coronavirus besondere Probleme / Die Schulpferde müssen versorgt und bewegt werden

Reiterhof

Der Coronavirus macht auch vor dem Reitstall nicht halt. Beim Sindelfinger Reiterverein ist zwar kein Mitarbeiter infiziert, dennocht steht der Club vor großen Problemen. Da keine Reitstunden angeboten werden können, gibt es auch keine Einnahmen. Die gleichen Probleme hat auch der Böblinger Reit- und Fahrverein.

Für Pferdebetriebe liest sich vor allem eine der jüngsten Maßnahmen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, besonders dramatisch. „Sporteinrichtungen werden vorerst geschlossen, darüber hinaus sind Zusammenkünfte in Vereinen, Sport- und Freizeiteinrichtungen fürs Erste verboten. Der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen ist für den Publikumsverkehr zu schließen“, ließ Berlin verkünden. Hingegen schreibt das deutsche Tierschutzgesetz vor, dass jedes Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernährt, gepflegt und verhaltensgerecht untergebracht werden muss. Zudem darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so eingeschränkt werden, dass dem Tier dadurch Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden.


Der Sindelfinger Reiterverein har elf Schulpferde. Die müssen regelmäßig bewegt werden. Mindestens eine Stunde pro Tag. "Wir haben keine Sporthalle, die wir einfach zu sperren", sagt Daniela Höhn, Vorsitzende des Sindelfinger Reitervereins. Da in den Stallungen in der Viehweide noch 35 Privatpferde stehen, ist auf der Anlage normalerweise viel Publikumsverkehr. Doch in Zeiten von Corona muss der Verein die Besuche einschränken. Daniela Höhn: "Jeder darf natürlich sein Pferd versorgen und bewegen, doch danach müssen sie den Hof wieder verlassen."


Der komplette Artikel steht am Samstag in der SZ/BZ und auf www.szbz.de