Nachrichten
Bilder
Videos
Abo-Service und Anzeigen
Themen und Portale

Job

Termine und Veranstaltungen
Über uns






Von unserem Redakteur Jürgen Wegner · 18.01.2018

„Wir identifizieren uns voll und ganz mit dem Verein“

Fußball: Spieler reagieren auf den Sport-Kommentar von Dienstag

Kritische Worte hatte es am Dienstag in der SZ/BZ in einem Kommentar zu den letzten Stunden der Hallenfußball-Gala im Sindelfinger Glaspalast gegeben. Zum einen monierte SZ/BZ-Mitarbeiter Edip Zvizdiç die spärlich besetzten Ränge. Zum anderen kritisierte er das Verhalten der Mannschaft nach dem ersten Sindelfinger Sieg überhaupt in der Gala-Geschichte. Die erste Mannschaft des VfL ist damit nicht einverstanden.

Unter dem Titel „Shisha-Bar statt Spiegelsaal“ war die SZ/BZ auf Ursachensuche für das eher geringe Zuschauerinteresse gegangen. Im Kommentar hieß es unter anderem: „Die Gründe dafür sind vielfältig. Einer davon könnte die mangelnde Identifikation der Spieler mit dem Verein sein. Das zeigt sich auch dadurch, dass ein Team erstmals sein eigenes Turnier gewinnt, die Spieler sich zum Feiern aber in die nächste Shisha-Bar verziehen.“

Die erste Mannschaft hat hierzu eine Stellungnahme formuliert. Unter anderem mit der Passage: „Wir identifizieren uns voll und ganz mit dem Verein, bester Beweis dafür sind personelle Kontinuität, sportlicher Erfolg und ein gut funktionierendes Umfeld mit Abteilungsleitung/Ausschuss, sportlicher Leitung, Trainern und den vielen Helfern. Wir verstehen uns als ein Team, das den VfL repräsentiert und verhalten uns entsprechend.

Dass einige wenige (4!) Spieler nach einem langen Sportwochenende noch für gerade mal eine Stunde eine Shisha-Bar besucht haben, die Mehrheit aber, weil sie Montag wieder arbeiten oder zur Uni mussten nach Turnierende nach Hause gegangen sind, halten wir nicht für verwerflich. Nur weil die Mannschaft nicht komplett im Anschluss an das Turnier in die sogenannte Pilsbar gegangen ist, um eine riesige Party an einem Sonntagabend zu feiern, ist aus unserer Sicht keineswegs der Zusammenhalt und die Identifikation mit dem Verein infrage zu stellen.“

Eine andere Passage im Kommentar lautete: „Die ehrenamtlichen Helfer, die seit dem 16. Dezember im Glaspalast unzählige Arbeitsstunden abgerissen haben, hätten sich über ein wenig Wertschätzung in Form eines gemeinsamen Festes im Spiegelsaal sicher gefreut.“ Hierzu schreibt die Mannschaft: „Wir wissen sehr zu schätzen, was wir an unseren vielen Helfern haben und feiern dies gemeinsam sowohl an der Jahresabschlussfeier als auch an den sogenannten Helferfesten. Diese werden für alle Ehrenamtlichen der Abteilung organisiert und es ist grundsätzlich die komplette Mannschaft dabei, um sich bei den Helfern zu bedanken. Wegen eines Nichtbesuchens der Pilsbar von keiner oder einer geringen Wertschätzung zu sprechen, halten wir für unangemessen. Hier fehlt die Kenntnis, wie es wirklich läuft bei uns.“

So wie nach dem ersten Heimturnier-Gewinn der Hallenfußball-Gala sieht sich der VfL am liebsten: als Einheit jubelnd. Bild: Photo 5/A