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Von unserem Redakteur Philipp Hamann · 08.11.2007

"Wir haben doch noch gar nichts erreicht"

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ong>Der VfL Sindelfingen ist die Mannschaft der Stunde in der Fußball-Verbandsliga. In den letzten fünf Spielen hat der Aufsteiger 13 von 15 möglichen Punkten gesammelt. Doch Torhüter Pedro Ferreira bleibt dennoch auf dem Teppich: "Für uns zählt nur der Klassenerhalt."

 

Die SZ/BZ sprach mit dem langjährigen Schlussmann des VfL Sindelfingen über den Höhenflug in Württembergs Fußball-Oberhaus.

 

Der VfL eilt von Sieg zu Sieg. Was macht Trainer Willi Zimmermann nun anders, als zu Saisonbeginn?

 

Pedro Ferreira: "Eigentlich nichts. Es hat eben nur bisschen gedauert, bis alle Spieler kapiert haben, wie es in der Verbandsliga läuft und welche Qualitäten dort gefragt sind."

 

Wo sehen Sie den Unterschied zwischen Landesliga und Verbandsliga?

 

Pedro Ferreira: "Sicherlich das Tempo. Ich hätte nicht gedacht, dass der Unterschied wirklich so groß ist. Vor anderthalb Wochen habe ich mir die Landesligapartie zwischen Böblingen und Nagold angeschaut. Das war überhaupt kein Vergleich zu unserem Spiel gegen Aalen II Tags zuvor."

 

Was macht der VfL anders, als der FC Gärtringen und der TSV Hildrizhausen, die in der vergangenen Saison postwendend wieder aus der Verbandsliga abgestiegen sind?

 

Pedro Ferreira: "Wir haben doch noch gar nichts erreicht. Vielleicht geht es uns ja genauso wie Gärtringen und Hildrizhausen und wir müssen am Saisonende wieder zurück in die Landesliga. Beide Teams hatten im vergangenen Jahr großes Verletzungspech. Davon blieben wir bisher verschont und wenn dann doch mal einer ausfällt wie Daniel Kniesel, kommt ein anderer und füllt die Lücke. Unser Kader ist sehr ausgeglichen, das ist unsere Stärke."

 

Wo führt der Weg des VfL Sindelfingen noch hin?

 

Wir sind noch nicht konstant genug

 

Pedro Ferreira: "Für uns zählt nur der Klassenerhalt. An etwas anderes zu denken, wäre vermessen. Wir sind in unseren Leistungen einfach noch nicht konstant genug. Es gibt Phasen, da spielen wir einfach noch schlecht. Auch unser 1:0-Sieg in Hollenbach hing an einem seidenen Faden."

 

Welcher Ihrer Mitspieler hat in dieser Runde den größten Sprung nach vorne gemacht?

 

Pedro Ferreira: "Das ist schwer zu sagen. Eigentlich kann ich ja nur die Spieler beurteilen, die schon länger bei uns sind und da wäre es ungerecht einen einzelnen hervorzuheben. Alle haben sich verbessert und die Neuzugänge haben bewiesen, dass sie großes Potenzial besitzen."

 

Was muss der VfL unternehmen, wenn er sich dauerhaft in der Verbandsliga etablieren wollen?

 

Pedro Ferreira: "Grundsätzlich sollte man die Rahmenbedingungen in Sindelfingen verbessern und damit ist nicht nur die Infrastruktur gemeint. Vor allem im Jugendbereich sollte der Hebel angesetzt werden. Auf Dauer kann es sich der Verein nicht leisten fast nur Spieler von außerhalb zu verpflichten. Das beste Beispiel ist hier der VfL Nagold für mich. Dort spielen sowohl die B-, als auch die A-Jugend in der Verbandsstaffel und die zweite Mannschaft spielt eine gute Rolle in der Bezirksliga."

 

Werden Sie sich, nach Ende Ihrer aktiven Karriere, weiter für den VfL Sindelfingen engagieren?

 

Pedro Ferreira: "Das kann ich mir sehr gut vorstellen. Ich habe eine sehr gute Ausbildung beim VfL genossen und will etwas zurückgeben. Was das genauso sein wird, muss man abwarten, das hängt auch vom zeitlichen Aufwand ab."

 

Wie lange stehen Sie noch im VfL-Tor?

 

Pedro Ferreira: "Ich habe gesagt, dass ich am Ende dieser Saison aufhöre, dabei bleibt es. Es ei denn wir schaffen den Aufstieg in die Oberliga, doch damit ist ja wohl nicht zu rechnen."