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Von unserem Redakteur 
Jürgen Wegner · 05.03.2020

Wie ein Tresor verschwindet

Hildrizhausen: Hunde kommen Einbrechern nicht auf die Spur

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Nach dem Einbruch im Getränkemarkt Zwirner in Hildrizhausen kamen Fragen auf. In der Nacht auf Montag hatten Einbrecher einen Tresor geklaut, in der Nähe versteckt und am Morgen abgeholt. Die Polizeihunde kamen nicht auf diese Spur.

„Hunde haben unterschiedliche Ausbildungen“, bringt es Polizei-Pressesprecher Peter Widenhorn auf den Punkt. Ein sogenannter Mantrailer hätte den Tresor vielleicht gefunden, denn die Fährte war frisch und deutlich.


Irgendwann zwischen 0.10 und 0.30 Uhr kletterten die Einbrecher über einen abgestellten Wohnanhänger zu einem Fenster. Sie drückten es ein, schlüpften hindurch, gingen ins Büro und schnappten sich dort den Tresor. Eine Nachbarin witterte den Einbruch, sah drei verdächtige Personen in der Nähe des Einbruchs und rief die Polizei. Diese rückte mit zwei Hundeführern an. Dass die Einbrecher den Tresor auf dem Netto-Parkplatz in der Nähe versteckten, blieb den Hunden aber verborgen.


Peter Widenhorn: „Die Hunde sind in erster Linie zum Selbstschutz der Polizisten da. Die Hundeführer schicken sie zuerst ins Gebäude, um Verdächtige aufzuspüren. Diese Arbeit können alle unsere Hunde.“ Zusätzlich zu dieser Basisausbildung kommen Spezialausbildungen. So gibt es Sprengstoffhunde, Rauschgifthunde, Leichenhunde oder eben Mantrailer, also Personenspürhunde. Diese sind in Göppingen stationiert.


Weitere Polizisten umstellten den Getränkemarkt, doch die Täter hatten sich aus dem Staub gemacht. Gegen 8.10 Uhr kamen vermutlich dieselben Täter zurück, packten den Tresor in einen weißen BMW und hauten ab, wie ein Zeuge beschrieb. Die Kriminalpolizei bittet Zeugen, sich unter der Telefonnr. 0 70 31 / 13  00 zu melden.