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08.09.2018

Wer AfD wählt, wählt Nazis

zu: „Im Bundestag nichts verloren“

(SZ/BZ-Kommentar vom 29. August)

Selbst im Urlaub auf Lanzarote, wo ich mich gerade befinde, ist es unmöglich, die Vorkommnisse in Chemnitz zu ignorieren und abzuschalten. Wenn Urlauber aus anderen Ländern mich fragen, ob es in Deutschland wieder losginge und Nazis die Macht übernehmen, läuft es mir erst einmal kalt den Nacken runter, es ist zum Fremdschämen und Rotwerden. Wenn ich dann noch den Tweet des AfD-Bundestagsabgeordneten Markus Frohnmaier lese, der zur Selbstjustiz aufruft, gegen Migranten hetzt, indem er von „Messermigration“ spricht, dann reicht es nicht, nur den Kopf zu schütteln, zu ignorieren und zu schweigen.

Spätestens mit Chemnitz muss nun allen klar geworden sein, dass die AfD keine bürgerliche Partei ist, sondern die politische Heimat der Nazis. Jeder, der die AfD wählt, und jeder, der im Kreis Böblingen bei der letzten Bundestagswahl Markus Frohnmaier gewählt hat, muss sich darüber klar werden, dass er damit Nazis und eine Partei wählt, die unsere freiheitliche Demokratie bekämpft. Frohnmaier verherrlicht in seinem Tweet Gewalt und Hetze. Wer zur Gewalt aufruft, ist kein Demokrat.

Ich möchte alle Demokraten im Kreis Böblingen aufrufen, sich klar und deutlich gegen die AfD zu positionieren, wann und wo immer es geht, für unsere Demokratie einzustehen und sie zu verteidigen. Ich wünsche mir, dass sich alle Parteien klar und deutlich für eine Beobachtung der AfD durch den Verfassungsschutz aussprechen. Wir Demokraten sind mehr.

Jasmina Hostert, Böblingen

SPD-Kreisvorsitzende