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Jürgen Wegner · 11.01.2019

Wenn es im Ernstfall um Minuten geht

Sindelfingen/Kreis Böblingen: Bei jedem Feuerwehr-Einsatz tickt die Uhr, dabei gehen die Haupt- und Ehrenamtlichen über die Grenzen des Normalen weit hinaus

So sieht der erste Alarm des Jahres in Sindelfingen auf dem Funkmelder aus. Ganz oben rechts steht das Datum, daneben die Uhrzeit. Die zweite Zeile bedeutet: Feuerwehr, Alarm Einsatzabteilung Sindelfingen. In der dritten steht: Vollalarm, Brandstufe 2 innerorts und Drehleiter. Darunter wird der Einsatzort definiert. Bild: Wegner

Das Jahr ist keine drei Minuten alt, als auf der Sindelfinger Wache der erste Alarm eingeht. Augenblicke später ist die Feuerwehr unterwegs Richtung Marktplatz. Um 0.24 Uhr geht es hoch zum Krankenhaus und kurz darauf folgt schon der dritte Einsatz im Maichinger Bürgerhaus. Während die meisten Menschen den Jahreswechsel feiern, ist die Freiwillige Feuerwehr im Dauerstress. Es ist eine Frage der Organisation und von außergewöhnlicher Bereitschaft.

Es sind stattliche Zahlen, die bei der Hauptversammlung in gut einer Woche genannt werden. 746 mal sprangen die Feuerwehrleute der Sindelfinger Gesamtwehr im vergangenen Jahr in ihre Uniform. Über 400 Einsätze gab es tagsüber, wenn die meisten Kameraden arbeiten. Jedes Mal rückten genügend Feuerwehrleute für voll bestückte Fahrzeuge aus. Dabei besteht die Mannschaft bis auf ein Dutzend hauptamtlicher Feuerwehrleute aus Menschen, die sich ehrenamtlich für andere einsetzen.
Auf insgesamt 210 Köpfe können sich Feuerwehrkommandant Wolfgang Finkbeiner, der Sindelfinger Abteilungskommandant Rainer Just, sein Maichinger Kollege Sascha Luft und Darmsheims Feuerwehr-Chef Christoph Wiechert verlassen. 60 Feuerwehrleute wohnen in Maichingen, Darüber hinaus gibt es um die 10 so genannte Tagesausrücker. Das sind Kameraden, die beispielsweise zur Feuerwehr aus Schönaich oder Ditzingen gehören, aber in Sindelfingen arbeiten.

Im Ernstfall geht es um Minuten, manchmal auch um Sekunden. Und je nach Lage braucht es unterschiedliche Mannschafts-Stärken, die dann ausrücken. In Sindelfingen ist Wolfgang Finkbeiner für die Alarm- und Ausrückordnung zuständig, je nach Einsatzart läuft ein anderes Programm ab.

So gibt es nicht nur unterschiedliche Brandstufen vom brennenden Papierkorb oder dem Auto, das in Flammen aufgeht, einem Brand im Einfamilienhaus, im Mehrfamilienhaus bis zum Brand im Hochhaus. Auch Einsätze bei technischen Hilfeleistungen, beim Verkehrsunfall, der Gefahrgut-Einsatz oder die Tierrettung gestalten sich verschieden. Dazu macht es einen Unterschied, ob es innerhalb der Stadtgrenzen brennt, wo die Wasserversorgung sehr gut vernetzt ist, oder außerhalb: „In diesem Fall müssen wir zusätzliches Löschwasser mitnehmen“, sagt Rainer Just.

Der komplette Artikel steht am Samstag in der SZ/BZ und aufwww.szbz.de

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