Nachrichten
Bilder
Videos
Abo-Service und Anzeigen
Themen und Portale

Job

Termine und Veranstaltungen
Über uns






Von unserem Mitarbeiter 
Thomas Oberdorfer · 03.01.2020

„Wenn ein Schiedsrichter liegen bleibt, ist es zu Ende“

Fußball: Bezirksspielleiter Helmut Dolderer beklagt die zunehmende Heftigkeit der Gewalt auf den Plätzen und schiebt eine Warnung hinterher

bild.

Nimmt die Gewalt auf dem Sportplatz zu? Helmut Dolderer, Leiter des Fußball-Bezirks Böblingen /Calw, kann dies so nicht bestätigen, wenn es um die Quantität gehe. Was aber eindeutig zunehme, sei die Heftigkeit der Gewalt. Das negative Beispiel schlechthin waren die körperlichen Attacken von einigen Spielern des Sindelfinger Klubs Isa Boletini gegen den Unparteiischen in der Partie beim FSV Deufringen.

„Die Art und Weise der Übergriffe wird heftiger“, sagt Helmut Dolderer, Spielleiter des Fußball-Bezirks Böblingen / Calw. Er denkt dabei nicht nur an seinen eigenen Bereich, sondern blickt über die Landesgrenzen hinaus. So wurde in Hessen Ende Oktober ein Schiedsrichter von einem Akteur bewusstlos geschlagen, gut drei Wochen später wurde abermals ein Spielleiter traktiert. Im Bezirk Böblingen / Calw gab es in der vergangenen Saison vier Spielabbrüche, da sich Schiedsrichter bedroht fühlten.

 

„Wir haben letzte Runde etwa 1650 Spiele von der Kreisliga B bis zur Bezirksliga durchgeführt“, sagt Dolderer, vor diesem Hintergrund sei die Zahl der abgebrochenen Spiele gering, wobei jede vorzeitig beendete Partie eine zu viel sei. Im gesamten Gebiet des Württembergischen Fußballverbands (WFV) gab es bis Mitte November in der laufenden Runde 26 Spielabbrüche, bedingt durch Gewalt gegen Schiedsrichter, aber auch durch Gewalt gegen Spieler oder gegen Zuschauer. „In den vergangenen Jahren gab es pro Runde zwischen 60 und 65 gewaltbedingte Spielabbrüche“, sagt Heiner Baumeister, Pressesprecher des WFV.

 

 

Durch den Gewaltausbruch in der Partie zwischen dem FSV Deufringen und dem Sindelfinger Klub Isa Boletini reiht sich nun auch der hiesige Bezirk ein in die Fälle von körperlichen Übergriffen gegen Schiedsrichter. Zwei Spieler von Isa Boletini kassierten Sperren von 18 Monaten, zwei weitere sind für jeweils neun Monate aus dem Verkehr gezogen (die SZ/BZ berichtete).

 

 

Der komplette Artikel steht am Samstag in der SZ/BZ und auf www.szbz.de