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Daniel Bilaniuk · 31.07.2020

Warten auf die nächste Jagd durchs Oval

Radsport: Der Altdorfer Bahnsprinter Marc Jurczyk kämpft sich nach einem schweren Sturz wieder an die deutsche Spitze heran / Olympia-Qualifikation fest im Visier

Marc Jurczyk in Siegerpose: Derzeit arbeitet der Altdorfer Bahnsprinter in Traingseinheiten intensiv an seiner Form. Bild: Drew Kaplan

Wenn alles perfekt gelaufen wäre, würde der Altdorfer Bahnrad-Rennsportler Marc Jurczyk derzeit bei den Olympischen Spielen in Tokio um die Plätze kämpfen. Doch auf Grund der Verschiebung der Spiele, bleibt dem 24-Jährigen jetzt ein weiteres Jahr zur Vorbereitung. Das kommt Jurczyk allerdings gar nicht mal so ungelegen.

Richtig beklagen will sich Marc Jurczyk in diesen Tagen nicht, dafür ist sein Sportleralltag trotz geltender Corona-Auflagen zu abwechslungsreich. „In der Hochphase des Lockdowns ab Mitte März ging auch in unserem Radsport-Trainingszentrum in Erfurt nichts. Aber nach einigen Wochen konnten wir dann zumindest wieder im Kraftraum in Zweiergruppen die ersten Übungen absolvieren. Ab April durften wir dann auch wieder auf der Bahn unser Pensum durchziehen“, bilanziert der Bahnradsportler aus Altdorf, der seine Trainingseinheiten im Olympiastützpunkt in Erfurt absolviert.


Dennoch gelten auch für Marc Jurczyk und die anderen derzeit besten deutschen Bahnsprinter weiterhin zahlreiche Corona-Auflagen. „Bei jedem Training muss man sich zum Beispiel in eine Liste eintragen, zudem hat man im Kraftraum vor und nach jeder Einheit die benutzten Geräte zu desinfizieren. Aber das ist kein großes Problem“, berichtet der 24-Jährige, der zwecks kurzer Wege zu den Trainingsstätten direkt in Erfurt in einer Zweier-WG wohnt. Mehr zu kämpfen haben er und seine Bahnradkollegen, mit der unklaren Situation, wann es für sie im schnellen Oval im Wettkampf-Modus endlich wieder auf Zeitenjagd gehen kann.


EM auf der Kippe


In diesem Herbst soll Stand jetzt eigentlich im bulgarischen Plovdiv die EM der Bahnradsportler über die Bühne gehen. „Da bin ich aber sehr skeptisch, ob das funktioniert. Denn die sicherlich benötigten mehreren hundert Corona-Schnelltests müssten vom Veranstalter selbst bezahlt werden und da kommt dann schon einiges zusammen“, sagt der Altdorfer Jurczyk.


Und auch im Hinblick auf die Auswahl der Olympiafahrer gibt es beim Bund Deutscher Radfahrer (BDR) momentan mangelnds fehlender Eindrücke noch keine Nominierung. „Sprint-Bundestrainer Detlef Uibel hat dem Deutschen Olympischen Sportbund aktualisierte Nominierungskriterien vorgelegt, welche aber jetzt erst noch bestätigt werden müssen“, berichtet Marc Jurczyk, der sich im August 2019 mit den Erfolgen im Keirin, 1000-Meter-Zeitfahren und im Team-Sprint gleich drei deutsche Meistertitel sichern und mit diesem Hattrick endgültig in die nationale Spitze bei den Elitefahrern vorstoßen konnte.


Der komplette Artikel steht am Samstag in der SZ/BZ und unter www.szbz.de