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Von unserem Mitarbeiter Roland Eitel · 07.12.2017

Vom Glaspalast auf die Bundesliga-Bank

Fußball: Vier aktuelle Erstligatrainer haben erste Erfahrungen beim Mercedes-Benz Junior Cup gesammelt / Kölns Interimscoach Stefan Ruthenbeck verpasst das Turnier

Für professionelle Fußball-Trainer gibt es in Deutschland 18 Arbeitsplätze, die aller Kündigungen zum Trotze die begehrtesten sind: die 18 Stellen in der Ersten Bundesliga. Fast ein Viertel (vier) davon ist von Fußball-Lehrern besetzt, die auch schon beim Mercedes-Benz Junior Cup tätig waren, der am 5. und 6. Januar zum 28. Male im Sindelfinger Glaspalast stattfindet.

Manchmal geht es ganz schnell in dieser Branche. Julian Nagelsmann war 2016 mit der U19 der TSG 1899 Hoffenheim im Glaspalast – 36 Tage später war er Coach der Bundesliga-Mannschaft der Badener. 2017 stand ein Mann namens Domenico Tedesco an der Bande bei den Hoffenheimern – 61 Tage später trainierte er den Zweitligisten Erzgebirge Aue, von wo aus er zu Beginn dieser Saison zu Schalke 04 wechselte.

Christian Streich (SC Freiburg) war 2002 und 2011 mit der U19 des SC Freiburg im Glaspalast und ist in der Aufgeregtheit der Bundesliga in Freiburg eine feste Größe. Das Quartett rundet Heiko Herrlich ab, der als Trainer von Borussia Dortmund 2006 im Glaspalast war und jetzt Coach bei Bayer Leverkusen ist.

Dieses Jahr gab es für die Organisatoren eine ganz neue Erfahrung: Erstmals machte einer Karriere, bevor er in Sindelfingen war. Zur Erklärung: Stefan Ruthenbeck war für das Turnier am 5. und 6. Januar als Coach des 1. FC Köln mit seinem Assistenten Kevin McKenna angemeldet – seit vergangenem Sonntag trainiert er aber die Profimannschaft der Kölner. Geplant ist zwar, dass er in der Winterpause wieder zur Jugend des 1. FC Köln zurückkehrt, weil ein neuer Proficoach da sein soll – aber noch gibt es keinen Namen.

Unabhängig davon, ob Ruthenbeck bei der 28. Auflage im Januar in Sindelfingen ist oder nicht: Auch dieses Mal gibt es Trainer mit guten Perspektiven und prominenten Namen. Die U19 des FC Bayern München, die erstmals nach 24-jähriger Pause wieder im Glaspalast spielt, wird beispielsweise von Sebastian Hoeneß trainiert. Der Sohn von Dieter Hoeneß war bis vergangene Saison in Leipzig. Die Isländer von Vikingur Reykjavik kommen mit Andri Marteinsson, der 20 Länderspiele für Island bestritten hat. Bei Panathinaikos Athen sitzt im Januar im Glaspalast ein Spezialist auf der Trainerbank: Kostas Frantzeskos ist nicht nur eine Legende des Vereins, sondern er hat auch heute noch einen Rekord:

Er hat 38 Länderspiele für Griechenland bestritten und hält noch heute den Rekord bei den meisten Freistoß-Toren der Nationalmannschaft.

Für die 28. Auflage des Turnieres gibt es aber auch noch einen ganz anderen Trainer-Aspekt: Bei Hertha BSC Berlin steht auf der Spielerliste Palko Dardai. Das ist der Sohn von Pal Dardai, dem Trainer bei der Hertha. Und Palko Dardai, der auch schon vier Jugend-Länderspiele für den DFB bestritten hat, wurde in dieser Saison bereits bei den Profis in der Euro League eingesetzt.

Info

Gespielt wird beim 28. Mercedes-Benz Junior Cup im Glaspalast am 5. Januar von 12 bis 18.30 Uhr und am 6. Januar von 11 bis 16 Uhr.

Der Mercedes-Benz Junior Cup sorgt Januar für Januar für volle Ränge im Sindelfinger Glaspalast. Bild: Photo 5/A