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25.03.2020

Überholverbot und Tempolimits auf der B464

Kreis Böblingen: Unfallkommission will Sicherheit auf der Bundesstraße erhöhen

Die B 464 soll sicherer werden. Der Böblinger Bundestagsabgeordnete Marc Biadacz fordert den Ausbau der Straße. Bild: Reichert

Nach einer Reihe schwerer Unfälle auf der B 464 zwischen Böblingen und Renningen im vergangenen Jahr hatten der Landkreis Böblingen und die Polizei kurzfristige Maßnahmen, vier Hinweisschilder und mobile Geschwindigkeitskontrollen ergriffen. Bei einem Spitzengespräch im Januar wurden zudem weitere Maßnahmen besprochen. Jetzt hat eine behördenübergreifende Unfallkommission deren konkrete Umsetzung beschlossen.

Die Maßnahmen im Einzelnen:

 

> Eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 90 Km/h auf dem Streckenabschnitt zwischen Darmsheim bis zum „Lückenschluss“ mit der B295 bei Renningen.

 

 

> Auf demselben Teilstück soll eine doppelt durchgezogene Linie ein Überholverbot markieren. Die Doppellinie wird zudem profiliert ausgeführt, sodass Fahrer auch akustisch gewarnt werden beim Befahren der Linie. Diese Maßnahme wird im Zuge einer Fahrbahndeckensanierung umgesetzt. Die Sanierung erfolgt in zwei Abschnitten, der erste Abschnitt von Darmsheim bis zur Einmündung der K1064 bei Maichingen beginnt im Mai.

 

 

> Im gleichen Zuge wird die B 464 um mehrere Nothalte-Buchten ergänzt, um havarierte Fahrzeuge von der Fahrbahn fernzuhalten und Staus zu vermeiden.

 

 

> Die Geschwindigkeitsüberwachungen der Polizei werden ergänzt um einen sogenannten Enforcement-Trailer des Landkreises Böblingen, ein teilstationäres Überwachungsgerät, das mehrere Tage an einer Stelle eingesetzt werden kann.„Die Unfälle haben mich sehr betroffen gemacht. Wir haben uns mit allen zuständigen Stellen rasch zusammengesetzt und gemeinsame Lösungen für eine optimierte Verkehrssicherheit gefunden. Ich appelliere jedoch besonders an die Autofahrer, rücksichtsvoll zu fahren und sich nicht ablenken zu lassen,“ erklärt Landrat Roland Bernhard.

 

 

Polizeipräsident Burkhard Metzger sagt: „Wir freuen uns, dass wir innerhalb kurzer Zeit gemeinsam ein ganzes Bündel am Maßnahmen auf den Weg bringen konnten, die zur Entschärfung dieses unfallträchtigen Streckenabschnitts beitragen sollen. Im Zuge unserer Verkehrsüberwachungs-maßnahmen werden wir ein besonderes Augenmerk auf das Fahrverhalten und hier vor allem auf die Ablenkung durch Benutzung von Mobiltelefonen richten.“

 

 

Der Leiter des Referats für Straßenplanung beim Regierungspräsidium Stuttgart, Jürgen Holzwarth, meint: „Wir sind sicher, dass die geplanten verkehrstechnischen und straßenbaulichen Maßnahmen kurzfristig wirken und die Verkehrssicherheit dauerhaft gesichert ist“.