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Von unserem Redaktionsmitglied Daniel Krauter · 30.12.2013

Treue Helfer sorgen für Wohlfühl-Atmosphäre beim Böblinger Open

Schach: 20 Vereinsmitglieder des SC Böblingen 1975 sorgen dafür, dass beim Internationalen Böblinger Open alles wie am Schnürchen läuft

Das Internationale Böblinger Open geht in diesem Jahr bereits zum 30. Mal über die Bühne. Einmal mehr für den reibungslosen Ablauf des Traditionsturniers sorgen 20 ehrenamtliche Helfer des veranstaltenden SC Böblingen 1975.

Josef Rieder ist ein Mann der ersten Stunde. Der 81-jährige Stuttgarter war bereits bei der Premiere des Böblinger Open 1984 dabei. Seine Begeisterung für die Traditionsveranstaltung ist ungebrochen. „Dieses Turnier ist hervorragend organisiert. Da gibt es überhaupt nichts zu meckern. Ich komme immer wieder sehr gerne nach Böblingen“, sagt Josef Rieder.

Das freut auch Mario Born, Präsident und Turnierdirektor vom ausrichtenden SC Böblingen 1975: „An Josef Rieder sieht man, dass unser Turnier immer noch sehr gut angenommen wird. Es gibt einige Stammgäste, die schon seit vielen Jahren ohne Unterbrechung dabei sind.“

Damit sich die Schachspieler rund um die Uhr wohlfühlen, dafür sorgen die treuen Helfer des SC Böblingen 1975. Mario Born ist froh, dass er auf ein eingespieltes Helferteam zählen kann. Für die Turnierleitung, die Verpflegung oder den Barbetrieb zeichnen die Vereinsmitglieder in Eigenregie verantwortlich. „Es ist wirklich toll, mit welchem Einsatz meine Vereinskollegen bei der Sache sind. Wir sind nur ein kleiner Verein, da kann man jede helfende Hand sehr gut gebrauchen“, sagt der Sindelfinger.

Bei Pressewart Hans-Peter Remmler etwa ist während des Turniers die gesamte Familie im Einsatz. So helfen dessen Frau Caroline Göttlinger und Sohn Matti gerne mit. „Mir persönlich bereitet die Arbeit große Freude. Wenn dann die Familie auch noch mithilft, macht es doppelt Spaߓ, sagt Hans-Peter Remmler.

Übernachtungs- und Austragungsort beim Böblinger Open ist das Hotel Mercure auf der Hulb. Die kurzen Wege werden von den Schachspielern sehr geschätzt. Mit Ausnahme des Frühstücks werden die Schachspieler von nah und fern durch das Helferteam des Vereins versorgt. Dennoch ist Mario Born sehr glücklich darüber, dass er auf die Unterstützung des Hotels Mercure zählen kann: „Ich bin Hoteldirektor Michael Bungardt sehr dankbar. Unsere Zusammenarbeit läuft hervorragend. Ohne diese großartige Unterstützung könnten wir das Turnier nicht ausrichten“, sagt Mario Born.

Für den Fortbestand des Böblinger Open hat es sich als positiv herausgestellt, dass man die Organisation vor einigen Jahren von einem einzigen Turnier auf eine Aufteilung in A-, B- und C-Open vorgenommen hat. Diese Anpassung scheint sich immer mehr zu bewähren. So haben es die Spitzenspieler, die um den ersten Preis (1000 Euro) im A-Turnier kämpfen, schon frühzeitig mit schweren Kontrahenten zu tun. Spieler mit Verbandsliga- oder Oberliganiveau, die im A-Turnier teilnehmen, haben so bessere Chancen mal auf einen richtigen Großmeister zu treffen.

Das Fairplay spielt beim Schach eine sehr große Rolle. Dennoch geriet das Böblinger Open einmal ungewollt in die Schlagzeilen. 1998 gewann der Kreisligaspieler Clemens Allwermann, der damals nicht zu den besten 10 000 deutschen Spielern zählte, das renommierte Böblinger Schachturnier. In der letzten Runde sorgte er zudem für Furore, als er dem Großmeister Sergej Kalinitschew in der Endrunde in komplizierter Stellung ein Matt in acht Zügen ankündigte, was sich hinterher auch als wahr herausstellte. Während ein Ermittlungsverfahren durch die Staatsanwaltschaft mangels Beweisen eingestellt wurde, verhängte der Bayerische Schachbund gegen Allwermann eine Sperre. Ihm wurde vorgeworfen, die Züge mithilfe eines Schach-Computers während der Partien über einen Miniohrhörer durch einen Komplizen übermittelt bekommen zu haben. „Dieser Betrug war zum Glück eine einmalige Sache und so etwas ist seitdem nie wieder vorgekommen“, sagt Mario Born.

Nach anstrengenden Turniertagen, übernimmt der Präsident Abends noch die Spätschicht an der Hotelbar. „Das lasse ich mir nach so vielen Jahren nicht nehmen. Es macht immer wieder großen Spaß noch etwas zu quatschen. Früher hat man zu später Stunde noch einige Partien Blitzschach gespielt. Das ist heute nicht mehr so der Fall. Ich bin froh, wie sich das Turnier im Laufe der Jahre entwickelt hat“, sagt Mario Born.

Vier seiner Partien hat der 81-jährige Josef Rieder gegen Jungs im Alter von zehn bis zwölf Jahren absolviert. An Nachwuchs mangelt es also nicht, was dem Fortbestand der Traditionsveranstaltung auf der Böblinger Hulb in die Karten spielt. Dafür sorgt allein schon das treue Helferteam des SC Böblingen 1975.

Info:

Seit dem zweiten Weihnachtsfeiertag nehmen rund 270 Teilnehmer bei der 30. Auflage des Böblinger Open im Mercure Hotel auf der Hulb teil. Die abschließende neunte Runde geht heute ab 15.30 Uhr über die Bühne. Die Ergebnisse der Traditionsveranstaltung gibt es im Internet unter www.boeblinger-open.de..

Hans-Peter Remmler, Zdravko Damjanovi, Caroline Göttlinger, Gabriel Scardanzan, Rahel Spengler und Mario Born (von links) zeigen während des Internationalen Böblinger Open großen Einsatz. Bild: Photo 5

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