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02.01.2019

Traditionen sind was Schönes

Von Rebekka Groß

Gute Vorsätze: Da ist es also. Das Jahr 2019. Wie jedes Jahr kam das neue überraschend schnell. Dabei ist der Jahreswechsel eigentlich vorhersehbar. Genauso vorhersehbar wie die ellenlange Liste mit guten Vorsätzen. Die hat Tradition. Das Jahr 2018 war ganz nett, aber 2019 soll schließlich alles besser werden.

Ganz oben auf meiner Liste stehen drei Dinge: Mehr Sport, gesünder essen und weniger Süßigkeiten. Quasi die Klassiker der guten Vorsätze. Mehr Zeit fürs Lesen und weniger am Handy und vor dem Fernseher kommen noch dazu.

Wenn da nur nicht die Macht der Gewohnheit – liebevoll auch innerer Schweinehund genannt – jedes Jahr aufs Neue dazwischenfunken würde. Denn spätestens in der ersten Januar-Woche fangen die guten Vorsätze bereits an zu bröckeln.

Das eine oder andere Stückchen Schokolade kann nicht schaden – man soll sich ja nicht alles verbieten. Und macht Schokolade nicht glücklich? Sport? Zum Auto laufen oder Treppensteigen verbraucht auch Energie. Und Facebook-Posts am Handy zu lesen, ist ja auch lesen. Irgendwie zumindest.

Sind gute Vorsätze nicht dazu da, sie nach kurzer Zeit wieder in die Tonne zu kloppen? Denn wo kämen wir denn hin, wenn jeder seine guten Vorsätze konsequent verwirklichen würde? Da blieben ja für das nächste (und übernächste) Jahr keine mehr übrig. Und Traditionen sind was Schönes. Sagt zumindest der innere Schweinehund.

rebekka.gross@szbz.de