Nachrichten
Bilder
Videos
Abo-Service und Anzeigen
Themen und Portale

Job

Termine und Veranstaltungen
Über uns






Von unserem Redakteur 
Jürgen Wegner · 05.02.2020

Thor Zimmermann will Oberbürgermeister in Köln werden

Sindelfingen: Der ehemalige Unterrieden-Gymnasiast hat große Pläne in der Rhein-Metropole

Thor Zimmermann.Bild: Sebastian Bänsch

Oberbürgermeister in Köln, Thor Zimmermann greift nach der Amtskette. Der Unterrieden-Abiturient von 1986 wirft in der Millionenstadt im Rheinland seinen Hut in den Ring. Sindelfingern könnte er noch ein Begriff aus dem OB-Wahlkampf 1993 sein.

Damals galt Thor Zimmermann zunächst als Spaßkandidat. Er lebte zwar bereits in Köln, doch die Verbindungen nach Sindelfingen blieben stark. Weil 1993 die Hürden niedrig waren und ein einfaches Schreiben reichte, um als Kandidat zugelassen zu werden, fand er sich plötzlich mitten drin im OB-Rennen. Gemeinsam mit seinem Kumpel Harald Schlüter – in der Sindelfinger Szene unter dem Namen Hari Bellaforte bekannt als Schlagzeuger der Punk-Band „Mädels no Mädels“ – zog Thor Zimmermann in den Wahlkampf. Aus Spaß wurde vor allem deshalb Ernst, „weil ich bei den öffentlichen Vorstellungsrunden neben dem NPD-Kandidaten Günter Deckert saß“.


Thor Zimmermann konnte nicht anders, als Kante zu zeigen. „In der damaligen Flüchtlingsdiskussion geprägt von den Anschlägen von Solingen, Mölln und Rostock konnte ich die politische Hetze nicht hinnehmen.“ Weil Thor Zimmermann seinen Protest auch noch ziemlich eloquent vortrug, bekam er wiederholt warmen Applaus. Immerhin, denn ernsthafte Chancen hatte er nicht. Genau 78 Stimmen brachten ihm 0,4 Prozent, der neue Oberbürgermeister hieß nach dem zweiten Wahlkampf Dr. Joachim Rücker-Kirschner. Amtsinhaber Dr. Dieter Burger hatte nach der ersten Runde vorne gelegen, doch seine 33,8 Prozent reichten nicht.


Der komplette Artikel steht am Donnerstag in der SZ/BZ und auf www.szbz.de