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03.11.2018

Süchtig, zu dick und zu empfindlich

Von Chefredakteur Jürgen Haar

Die Probleme der Männer: Zum heutigen Weltmännertag bekommt das einstmals starke Geschlecht alles aufs Butterbrot geschmiert, was seit Jahren angeblich schief läuft. Männer sind Vorsorgemuffel, Männer haben eine geringere Lebenserwartung als Frauen, und Männer gestehen sich nicht ein, schwach zu sein. Das ist nur ein kleiner Auszug aus einem Katalog von Problemen, die uns Männer umschweben wie der Nebel den Herbst.

Für wen das Obengenannte nicht zutrifft, braucht nicht auf dicke Hose machen. Es gibt noch andere Dinge, die schief laufen im kurzen Leben eines Mannes. Jungs reagieren empfindlicher auf soziale Nachteile als Mädchen, haben amerikanische Forscher herausgefunden. Stimmt: Als Fan des FC Bayern München ist man in diesen Breitengraden ohnehin Außenseiter und wenn der Klub dann auch noch gegen Hertha BSC Berlin verliert, gerät das angekratzte Selbstvertrauen erst recht ins Wanken. Oder, wie mein Freund Gerhard sagt: „Jürgen, wenn Du mal etwas selbstbewusster wärst, wärst Du ein echt dufter Typ.“

Männer nehmen fünfmal häufiger an Sportwetten teil als Frauen und gelten deshalb als suchtgefährdet. Süchtig bin auch – nach Trauben-Nuss von Ritter Sport. Das bringt zu jeder Tages- und Nachtzeit wahnsinnigen Genuss, aber am Ende des Tages weiß man nicht, ob einem Schokolade wirklich gut tut.

Beim Gewicht halte ich es mit Obelix. „Ich bin vielleicht ein bisschen stark, aber nicht dick.“ Das sieht mein Arzt zum Glück auch so. „Herr Haar, Sie wiegen zu viel und haben einen zu hohen Cholesterin-Wert. Aber ich sehe, es geht Ihnen gut, was will man mehr.“ Ein guter Mann.

juergen.haar@szbz.de